https://www.faz.net/-gzg-6yplc

Im Gespräch: Sebastian Rode : „Meine Zukunft? Auf alle Fälle Eintracht“

  • Aktualisiert am

Kämpfer mit Herz: Sebastian Rode ist aus der Eintracht-Elf nicht wegzudenken Bild: dapd

Ganz gleich, ob es für den Aufstieg reicht: Sebastian Rode gehört zu den Gewinnern bei Eintracht Frankfurt. Vor dem Spiel bei Union Berlin an diesem Montag (20.15 Uhr) spricht er über Verträge und Verletzungen.

          Während sich die Spitzenteams aus Düsseldorf und Hamburg mit jeweils einem Punkt begnügen mussten, ging der SC Paderborn gar als Verlierer vom Platz - es war kein gutes Wochenende für die Aufstiegsaspiranten der Zweiten Bundesliga. An diesem Montag (20.15 Uhr) kann Eintracht Frankfurt bei Union Berlin drei wichtige Punkte sammeln, um den Anschluss an Tabellenführer Greuther Fürth zu halten. Im FAZ.NET-Interview spricht Mittelfeldspieler Sebastian Rode über seine persönliche Zukunft, Fußballtrainer und Fanverfehlungen.

          Was macht die Gesundheit?

          Ach, die Sache am Sprunggelenk. Nach einem Spiel hat man stets ein paar kleinere Wehwehchen, so dass man vielleicht mal beim Training kürzer treten muss. Ein bisschen Schwund ist immer, normale Härte halt. Ich bin bloß umgeknickt. Es sieht schon wieder gut aus.

          Ist Ihr Einsatz in Berlin gefährdet?

          Nein, ich bin bereit. Ich habe bislang alle 26 Saisonspiele absolviert und würde mich freuen, wenn am Ende 34 Partien in meiner persönlichen Bilanz stünden.

          Acht Spieltage vor Schluss steht die Eintracht blendend da. Auch das Restprogramm scheint, im Vergleich mit dem der Konkurrenten, einfacher zu sein. Was kann das Team noch stoppen?

          Wenn wir wieder so Spiele einstreuen wie in Paderborn, wird es eng. Danach haben wir eine Serie mit drei Siegen in Folge hingelegt, jetzt müssen wir dran bleiben. Bei Union zu bestehen, wird schwer, die haben uns schon im Hinspiel Probleme bereitet. Wir sind gewarnt und dürfen keinen Gegner unterschätzen. Gerade nach dem 6:1 gegen den FSV herrschte bei uns zu viel Friede-Freude-Eierkuchen-Stimmung, das war nicht gut für die Konzentration. Zu einer absoluten Spitzenmannschaft fehlt uns noch, dass wir in guten Situationen einen oben drauf setzen und auch direkte Mitkonkurrenten schlagen. Im Endeffekt können aber nur wir selbst uns ein Bein stellen.

          Wer setzt Ihnen im weiteren Verlauf weiter am heftigsten zu? Fürth und Düsseldorf, oder glauben Sie, dass St. Pauli oder Paderborn aus dem Windschatten heraus doch noch mal aufschließen?

          Es bleibt bis ganz zum Schluss spannend. Nur die „Löwen“ sind weg, meine ich. Fürth ist auf jeden Fall unglaublich stark und konstant. Ich glaube nicht, dass sie diesmal wieder hinten raus einbrechen. Klar ist aber auch: Wenn wir unsere Aufgabe erledigen, sind wir am Ende unter den ersten beiden dabei. Wir haben es selbst in der Hand.

          Ganz gleich, wie die Saison aus geht: Sie gehören zu den Frankfurter Gewinnern. Wie gehen Sie mit dem Lob um, das aktuell auf Sie einprasselt?

          Ich genieße es, klar. Aber ich habe selbst auch sehr große Ansprüche an mich, deswegen halte ich die Bälle gleichzeitig flach und verliere auf keinen Fall die Bodenhaftung. Es kann schnell auch anders kommen. Das weiß ich durch meine schweren Verletzungen ganz genau.

          Sie haben zwei Knieoperationen, am Kreuzband und Meniskus, hinter sich und spielen trotzdem mit einem Höchstmaß an Leidenschaft. Blenden Sie die Angst vor einer neuen Blessur aus?

          Das ist komplett abgehakt. Wenn ich noch daran denken würde, wäre ich nicht in der Lage, mich so reinzuhauen, wie ich es mag. Es gibt keine Beschwerden, das ist entscheidend. Und ich weiß, beide Verletzungen sind durch Fremdeinwirkung passiert, hatten also nichts mit mir oder einer Schwäche meines Körpers zu tun. Ich kann mich auf meine Knie verlassen. Durch regelmäßige Extraschichten mit Trainer Christian Kolodziej verbessere ich die Stabilität meiner Beine, das verschafft mir Sicherheit, mehr Umfang in den Oberschenkeln und einfach Power.

          Weitere Themen

          Einfach mal spazieren gehen Video-Seite öffnen

          Auslauf in der Mainmetropole : Einfach mal spazieren gehen

          Da steht kein Pferd auf dem Flur, sondern es spaziert quer durch Frankfurt. Jenny heißt die Stute und, nein, sie ist nicht weggelaufen, sondern hat offiziell Ausgang. Und das täglich und schon seit vielen Jahren - und ganz alleine, kilometerweit.

          Topmeldungen

          Anlegerschutz : Ach, ihr kleinen Dummerchen

          Vater Staat maßt sich an, besser zu wissen, was gut ist für das Depot der Kinder. Wie weit treibt es der Anlegerschutz noch mit der Entmündigung?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.