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Palmengarten ohne Zug : Express auf dem Abstellgleis

  • -Aktualisiert am

Der Zug, der nicht mehr fahren wird. Welche neuen Mobilitätskonzepte kommen werden, ist noch nicht ganz klar. Bild: Wonge Bergmann

Nach fast 50 Jahren muss der Frankfurter Palmengarten nun ohne seinen Zug auskommen. Die Wartung war zu aufwändig und manchem war der Palmen-Express auch zu laut. Für Mobilität sorgen fortan Rikschas.

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          Viele Frankfurter dürften sich beim Gedanken an den Palmen-Express in glückliche Kindheitstage versetzt fühlen. Seit Anfang der Siebzigerjahre ist die Bahn durch den Palmengarten gerollt. Doch damit ist es jetzt vorbei. Der Zugbetrieb ist eingestellt, eine Wiederaufnahme nicht geplant. Das hat das Leitungsteam des Palmengartens gemeinsam mit dem Umweltdezernat entschieden. Nach Angaben von Sebastian Klimek, Sprecher des Palmengartens, sind die Gründe sowohl technischer als auch betriebswirtschaftlicher und strategischer Natur. Die jährlichen Wartungskosten variierten, lägen jedoch immer im fünfstelligen Bereich. Dazu komme eine demnächst anstehende TÜV-Prüfung, die eine ähnlich hohe Summe verschlungen hätte.

          Die Parkbahn habe in Sachen Technik und Komfort schon seit längerer Zeit nicht mehr dem höchsten Niveau entsprochen, heißt es beim Palmengarten. Deshalb sei der Zug auch in der Vergangenheit und vor der langen Zwangspause durch die Corona-Pandemie immer wieder einmal ausgefallen. Das hänge nicht zuletzt damit zusammen, dass der Palmen-Express aus technischer Sicht einzigartig sei, teilt Klimek weiter mit. Es gebe lediglich eine Firma, die imstande sei, die Bahn zu warten.

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