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Dienstleister Segula : IG Metall will baldigen Tarifabschluss mit Opel-Partner

Zuversichtlich in Sachen Haustarif bei Segula: IG-Metall-Bezirkschef Jörg Köhlinger Bild: Wolfgang Eilmes

Der Opel-Partner Segula strebt einen Haustarif mit der IG Metall an. Die Gewerkschaft zeigt sich nach dem jüngsten Gespräch mit dem Dienstleister in dieser Sache zuversichtlich.

          Der Opel-Partner Segula Technologies GmbH will Teile des Entwicklungszentrums des Autobauers in Rüsselsheim sowie Hunderte Ingenieure übernehmen und strebt dafür einen Haustarif mit der IG Metall an. Die Gewerkschaft zeigt sich nach dem jüngsten Gespräch mit dem Dienstleister in dieser Sache zuversichtlich. Zuvor hatte schon Segula-Deutschlandchef Martin Lange im Gespräch mit der F.A.Z. Optimismus in dieser Frage verbreitet.

          Thorsten Winter

          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

          Beim Gewerkschaftstag 2015 hat die IG Metall die Ausweitung der Tarifbindung als einen zentralen Schwerpunkt ihrer Arbeit festgelegt, erläutert Bezirkschef Jörg Köhlinger. „Wir hoffen, in dieser Frage bei Segula bald zu einem Abschluss zu kommen, die Signale aus der gestrigen Verhandlung lassen diese Hoffnung zu“, fügt er in einer Mitteilung hinzu.

          Betriebsratswahl eingeleitet

          Ziel sei ein Tarifvertrag auf dem Niveau der Metall- und Elektroindustrie. Die Übereinkunft solle die Arbeitsbedingungen derer gestalten, die bei Segula beschäftigt seien und inzwischen auch eine Betriebsratswahl eingeleitet hätten. Letzteres Vorhaben hatte Lange schon im F.A.Z.-Gespräch hervorgehoben.

          Segula strebt nach eigenen Angaben einen Haustarifvertrag an. Zu diesem Zweck ist die deutsche Tochter eines französischen Familienkonzern dem Arbeitgeberverband Hessenmetall beigetreten. Den Flächentarif will Segula nicht einfach übernehmen. Vor allem möchte das Unternehmen mehr Flexibilität bei den Arbeitszeiten; dazu gehören laut Sprecherin auch Angebote zu Sabbaticals.

          „Wir übernehmen die Altersversorgung und den Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen bis zum Juni 2023. Und anders als kolportiert, haben wir überhaupt nicht die Absicht, die Lohnhöhe anzupassen, auch nicht nachträglich“, so Lange im F.A.Z.-Gespräch.

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