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Büdingen : Hunderte protestieren gegen Neonazis

  • Aktualisiert am

Mehrere Hundert Menschen haben weitgehend friedlich gegen den Aufmarsch von Neonazis in Büdingen demonstriert. Bild: dpa

Anhänger der rechten Szene kommen nach Büdingen in der Wetterau, um gegen die „Asylflut“ zu protestieren. Doch die Kleinstadt zeigt den Rechtsextremen mit einer Kundgebung für Toleranz die Rote Karte.

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          Mehrere Hundert Menschen haben in Büdingen weitgehend friedlich gegen einen Neonazi-Aufmarsch demonstriert. Die Polizei zählte bei der Kundgebung für Toleranz am Samstag etwa 800 Teilnehmer. Am Rande der Veranstaltung habe es vereinzelt Auseinandersetzungen zwischen mutmaßlich linken Aktivisten und Beamten sowie vorübergehende Festnahmen gegeben, sagte ein Polizeisprecher. Einige hätten auch versucht, eine Polizeiabsperrung zu durchbrechen. Neun Menschen, darunter sechs Beamte, wurden leicht verletzt. Im Einsatz waren mehrere Hundert Polizisten.

          Die Kundgebung in der Wetterau-Stadt richtete sich gegen einen Marsch von Anhängern der rechten Szene unter dem Motto „Büdingen wehrt sich - Asylflut stoppen“, an dem sich etwa 150 Menschen beteiligten. Geplant war diese Demo als Fackelmarsch, was die Stadt aber unter anderem mit Blick auf das historisch belastete Datum des 30. Januar und eine geplante Route an Flüchtlingswohnungen vorbei untersagt hatte. Gerichte bestätigten das Fackel-Verbot.

          Am 30. Januar 1933 waren aus Anlass der Machtergreifung Hitlers Nationalsozialisten mit Fackeln durch das Brandenburger Tor in Berlin gezogen.

          Die Teilnehmer der Büdinger Gegendemonstration protestierten gegen den Aufmarsch mit Plakaten wie „Büdingen ist weltoffen“ oder „Büdingen - Nazifreie Zone“. Die 21.000-Einwohner-Stadt ist auch ein Standort von Hessens Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge. Die Unterkunft lag aber nicht auf der Route der Marschierer, wie der Polizeisprecher berichtete.

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