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Homophobie-Vorwürfe : „Das ist völliger Schwachsinn“

Nach Ansicht seiner Kritiker nun ein „Rechter“: Publizist Gerhard Amendt, vor 50 Jahren Aktivist der Studentenbewegung. Bild: OSTKREUZ - Agentur der Fotografe

Ein Kongress an der Goethe-Uni soll eigentlich Gewalt in Familien zum Thema haben – doch der Organisator hat vorher umstrittene Thesen zur Homosexualität verbreitet. Nun will der Asta die Veranstaltung verhindern.

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          „Aus der Luft gegriffen“ und „schlicht hirnrissig“ nennt Gerhard Amendt die Vorwürfe, die gegen ihn erhoben werden. Der in Wien lebende Soziologe wehrte sich gestern im Gespräch mit dieser Zeitung gegen Anschuldigungen von SPD, Grünen, Linken und Aktivistenverbänden in Zusammenhang mit einer geplanten Tagung an der Goethe-Universität. Nach Ansicht der Kritiker vertreten Amendt und der Mitorganisator der Konferenz, Tom Todd, homosexuellenfeindliche Positionen. Die Gegner der Veranstaltung haben die Universität aufgefordert, keine Räume für diese Konferenz zur Verfügung zu stellen.

          Sascha Zoske

          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Amendt, wissenschaftlicher Leiter der Tagung, verwahrte sich vor allem gegen die Behauptung, er wolle Schwule und Lesben durch Therapien von ihren Neigungen befreien. Er sei kein Psychotherapeut und wolle auch niemanden wegen seiner sexuellen Orientierung in Behandlung schicken. „Wenn jemand nicht daran leidet, ist es sein Vergnügen.“ Das sei in Ordnung, solange das Vergnügen nicht wiederum zu Leid führe. Gegen Homosexuelle habe er nichts. Allerdings habe er schon früh vor einer Verharmlosung von Pädophilie gewarnt.

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