https://www.faz.net/-gzg-9vcnh

Börsenmanipulation : Hohe Geldauflagen für Geschäftsleute

  • Aktualisiert am

Auflagen nach Börsenmanipulation: Zwei Geschäftsleute zahlen je 100.000 Euro unter anderem für gemeinnützige Einrichtungen. Bild: dpa

Zwei Geschäftsleute müssen wegen Manipulationen an der Frankfurter Börse hohe Auflagen zahlen. Die beiden Angeklagten haben Kurse unbedeutender Aktien künstlich in die Höhe getrieben.

          1 Min.

          Zwei wegen Kursmanipulationen an der Frankfurter Börse angeklagte Geschäftsleute müssen jeweils 100. 000 Euro an die Staatskasse und gemeinnützige Einrichtungen zahlen. Im Gegenzug wurde das Strafverfahren gegen die 45 und 50 Jahre alten Angeklagten „wegen geringer Schuld“ eingestellt, teilten das Frankfurter Landgericht und die Staatsanwaltschaft am Montag mit. Zu einer Gerichtsverhandlung kam es nicht mehr, nachdem das Geld bei Gericht und den Einrichtungen eingegangen war. AZ 7521 Js 222728/12

          Die Staatsanwaltschaft hatte den Angeklagten Verstöße gegen das Wertpapierhandelsgesetz vorgeworfen. Bereits 2012 sollen sie den Kurswert unbedeutender Aktien künstlich in die Höhe geschraubt haben. Durch manipulierte Artikel in Börsen-Newslettern soll der Anschein erweckt worden sein, dass es sich um besonders attraktive und renditeträchtige Wertpapiere handele. Laut Anklage wurden die Aktien schließlich für 2,3 Millionen Euro abgestoßen, wobei der Kurs anschließend zusammenbrach. Davon sollen 1,5 Millionen Euro an zwei weitere Männer geflossen sein, die die falschen Nachrichten gestreut hatten.

          Die komplizierten Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zogen sich über mehrere Jahre hin. Mittlerweile waren die Angeklagten in die USA ausgereist. Von dort aus signalisierten sie Ende vergangenen Jahres ihr Einverständnis mit der Verfahrenseinstellung und der Geldauflage.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.