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Darmstädter Forschung : Hoffnungsträger in der Tumortherapie

Antikörper sind seit Jahrzehnten zur Behandlung zahlreicher Erkrankungen im Einsatz. (Symboldbild) Bild: dpa

Antikörper sind seit Jahrzehnten zur Behandlung zahlreicher Erkrankungen im Einsatz. Forscher der Technischen Universität Darmstadt haben einen Weg gefunden, Nebenwirkungen im gesunden Gewebe zu verhindern.

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          Forscher der Technischen Universität Darmstadt haben in Zusammenarbeit mit dem Pharmakonzern Merck einen Weg gefunden, Antikörper erst am Tumor selbst zu aktivieren und dadurch Nebenwirkungen des Antikörperwirkstoffs auch im gesunden Gewebe zu verhindern.

          Daniel Schleidt
          Stellvertretender Koordinator der Wirtschaftsredaktion in der Rhein-Main-Zeitung.

          Antikörper sind seit Jahrzehnten zur Behandlung zahlreicher Erkrankungen im Einsatz. Sie erkennen Tumorzellen und aktivieren Abwehrzellen des Immunsystems, die wiederum den Tumor aufspüren und vernichten können. Dabei kann es allerdings zu ungewollten Nebenwirkungen an gesundem Gewebe kommen.

          „Wie ein Deckel auf dem Antikörper“

          Die Forscher der TU und von Merck wollen die Immunstimulation des Antikörpers vorübergehend so blockieren, dass sie erst direkt am Tumor aktiviert wird. „Diese neuartige Technologie basiert auf der gezielten Blockade des Antikörpers mit einem Protein, das wie ein Deckel auf dem Antikörper sitzt und dadurch dessen Wechselwirkung mit Immunzellen verhindert“, so Harald Kolmar von der Arbeitsgruppe Angewandte Biochemie der Uni.

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