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Hochschule für Musik und Darstellende Kunst : Die Zahl der Kooperationspartner wächst ständig

Keine Mugge, nur Spaß am Spiel: Studenten genießen im Hof der Musikhochschule das selten so sonnige Frankfurter Wetter. Bild: Röth, Frank

Mit jährlich 450 Veranstaltungen ist der Beitrag der Frankfurter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst zum Kulturleben gigantisch. Die Konzerte dienen aber auch als Motivation und unterstützen die Lehre.

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          Die szenische Aufführung des Oratoriums „San Giovanni Battista“ von Alessandro Stradella beim Rheingau Musik Festival 2011 in der vollbesetzten Basilika von Kloster Eberbach ist noch stark in der Erinnerung: Das wenig bekannte Werk über Johannes den Täufer offenbarte in der eindringlichen Darstellung durch die Studierenden des Instituts für Historische Interpretationspraxis die Leistungsfähigkeit der Frankfurter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst auf besonders packende Weise und stieß auf einhellige Begeisterung. Solche großen Bühnen-Produktionen an externen Aufführungsorten zählen sicherlich zu den aufwendigsten Veranstaltungen der Hochschule, sagt Daniela Kabs, die als Leiterin des Künstlerischen Betriebsbüros der Hochschule deren Veranstaltungsprogramm organisatorisch betreut. Das wiederum ist so umfangreich und vielfältig, dass sich der Aufwand selbst für einen noch so exponierten Abend schnell relativiert: 250 öffentliche Veranstaltungen bietet die Hochschule pro Jahr im Durchschnitt an, Konzerte mit Solisten und Ensembles, Chor und Orchester, Darbietungen von Klassen und Abteilungen, Tanz- und Schauspiel-Aufführungen, Hochschul-Nächte und vieles mehr.

          Guido Holze
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Rechnet man noch die 200 nur intern durch Aushänge bekanntgegebenen, aber durchaus ebenfalls öffentlich zugänglichen Veranstaltungen hinzu, so wird vollends deutlich, was für eine bedeutsame Rolle die Hochschule im Kulturleben der Stadt Frankfurt, in der Rhein-Main-Region und hessenweit spielt. Denn schon vom Umfang her sucht dieses Programm mit insgesamt 450 Veranstaltungen seinesgleichen. Nur zum Vergleich: In der Alten Oper gab es im vergangenen Jahr 372 Veranstaltungen. Nach Einschätzung von Catherine Vickers, der Dekanin des Fachbereichs 1 der Hochschule, ist dieses Angebot in den vergangenen Jahren sehr stark gewachsen, nicht zuletzt als Folge der durch Präsident Thomas Rietschel vorangetriebenen Öffnung der Hochschule. „Wir gehen jetzt viel mehr nach außen“, meinen Vickers und Kabs übereinstimmend. Die Zahl der Kooperationspartner sei ständig gewachsen.

          In Kontakt mit den „Machern“

          So ist die Hochschule inzwischen in ein nahezu allumfassendes Netz eingebunden. Bei den großen sommerlichen Musikfestivals der Region ist sie vertreten, bei den Weilburger Schlosskonzerten ebenso wie beim Rheingau Musik Festival, das in diesem Jahr erstmals zusätzlich einen Kammermusik-Workshop für Studenten mit dem türkischen Pianisten und Komponisten Fazil Say anbietet. In Gießen, in Friedrichsdorf-Burgholzhausen, im Rüsselsheimer Stadttheater, in Erbach im Odenwald und an vielen anderen Orten außerhalb Frankfurt treten Studierende und Lehrende außerdem regelmäßig auf.

          Mit allen hessischen Theatern steht die Hochschule über ihre Hessische Theaterakademie in Verbindung und hält dort ständigen Kontakt mit den „Machern“. Das gilt auch für das Frankfurt LAB an der Schmidtstraße, wo die Kontakte zum Künstlerhaus Mousonturm, zur Forsythe Company und zum Ensemble Modern gepflegt werden. Über das Institut für zeitgenössische Musik ist die Hochschule darüber hinaus bestens in die Neue-Musik-Szene eingebunden.

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