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Medizintechnik der Zukunft : Erst drucken, dann operieren

  • -Aktualisiert am

Kopfarbeit: Boris Keil entwickelt ein flexibles Detektorsystem für MRT-Untersuchungen. Bild: Michael Kretzer

Medikamente nach Maß, Organmodelle und Hilfsmittel für bessere Strahlentherapie: Die Technische Hochschule Mittelhessen arbeitet schon jetzt an der Medizintechnik der Zukunft.

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          Frauen, Männer, Kinder reagieren oft unterschiedlich auf dasselbe Medikament. Therapien wirken bei manchen Menschen sofort, bei anderen erst nach einiger Zeit oder gar nicht. Auch die Verträglichkeit ist nicht einheitlich. Abhilfe soll die individualisierte Medizin schaffen. Die Vorteile liegen auf der Hand. Aber es werden mehr Daten benötigt, der Aufwand ist erheblich größer als für herkömmliche Therapien. Dadurch sind stark individualisierte Behandlungen zunächst einmal teurer.

          Forscher der Technischen Hochschule Mittelhessen wollen dazu beitragen, dieses Problem zu lösen. In Gießen arbeiten sie unter anderem daran, den 3D-Druck für die personalisierte Medizin zu nutzen. Komplexe Strukturen und Formen, wie eine 1:1-Kopie eines Organs, können mit Hilfe von Daten aus dem Computer ohne weitere Werkzeuge erstellt werden. Durch dieses Verfahren werden Einzelanfertigungen und geringe Stückzahlen bezahlbar.

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