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Hitze in Hessen : In Badehose und Bikini zur Arbeit

  • -Aktualisiert am

Schwitzen im Büro: Klimaanlage, Ventilatoren und Wasserspender gehören fast überall in Frankfurt zur Grundausstattung (Symbolbild) Bild: dpa

Mit dem Bikini ins Büro: Wegen des warmen Wetters lockern manche Arbeitgeber die Kleidungsvorschriften. Klimaanlage, Ventilatoren und Wasserspender gehören fast überall in Frankfurt zur Grundausstattung.

          Wer möchte schon im Büro schwitzen, wenn das Freibad ruft? Um die Berufsausübung bei tropischen Temperaturen zu erleichtern, bemühen sich Arbeitgeber auf unterschiedliche Weise, die Bedingungen erträglicher zu machen.

          Zum Beispiel Lizza: Das Start-up aus Neu-Isenburg produziert nicht nur trendbewusste Lebensmittel, sondern arbeitet auch nach dieser Maxime. Klimaanlage, Ventilatoren und Wasserspender gehören hier zur Grundausstattung. Und Mitarbeiter können sich ihre Zeiten selbst einteilen. Eine Kleiderordnung gibt es nicht: Besonders hitzeempfindliche Kollegen können sogar in Badehose oder Bikini zur Arbeit kommen – solange sich kein Besuch ankündigt. Genutzt hat dieses Angebot bisher noch keiner, aber Flipflops sind dieser Tage Standard. Wer eine weitere Abkühlung braucht, kann sich über kostenloses Eis freuen.

          Zusätzliche Wasserspender in den Aufenthaltsräumen

          Bei der Verkehrsgesellschaft Frankfurt VGF geht es weniger locker zu. Angesichts des Fahrplans lassen sich die Arbeitszeiten nun einmal nicht spontan verlegen. Immerhin sind 363 von 400 U- und Straßenbahnen klimatisiert, davon profitieren auch die Fahrer in ihren Kabinen. An Tagen wie diesen wird an wichtigen Haltestellen kaltes Wasser verteilt. Darüber hinaus hat VGF zusätzliche Wasserspender in den Aufenthaltsräumen und Betriebshöfen für die Fahrer aufgestellt.

          Auch die Stadt Frankfurt hat wegen der Hitze Sonderregelungen erstellt. Die Arbeitszeiten sind flexibel (vorausgesetzt, die Sprechzeiten der Ämter werden eingehalten), die Getränke kostenlos und sogar kurze Hosen in Büros an heißen Tagen grundsätzlich erlaubt. Dies gilt natürlich nur für einen Teil der städtischen Angestellten. Mitarbeiter der Feuerwehren zum Beispiel müssen weiterhin Sicherheitskleidung tragen.

          In der Finanzbranche ist ein legeres Auftreten in kurzen Hosen hingegen nicht üblich. Zwar gibt es bei der Commerzbank keine klassische Kleiderordnung, aber dennoch wird viel Wert auf ein gepflegtes Erscheinungsbild gelegt. Das nicht nur aus Respekt vor dem Kunden, sondern auch vor den Kollegen. Im Sommerkleid und ohne Schlips und Sakko ins Büro zu kommen, das wird aber auch bei Temperaturen weit über 30 Grad in der Bankenwelt akzeptiert. Fein raus sind während der Hitze diejenigen, die ihren Arbeitstag im Home Office verbringen können.

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