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Heute in Rhein-Main : Wird der Tod immer weniger sichtbar?

Kurz vor der Veränderung: Im Hessischen Landtag wird über eine Verkleinerung des Parlaments diskutiert. Bild: Lucas Bäuml

Die Corona-Beschränkungen in Hessen verändern, wie wir trauern. Besonders die Hofläden der Region haben in der Krise an Kundschaft gewonnen. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.

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          Guten Abend,
          Trauerfeiern im engsten Kreis, mit Mindestabstand und Masken, aber ohne Händedruck oder Umarmung: Anders geht es gerade nicht. Für die, die trauern, ist das eine Belastung, die das Leiden oft noch verstärkt. Und für die Gäste mindestens eine irritierende Situation. Viele versuchen, trotzdem das Beste daraus zu machen. Aber es ist nicht wie sonst: Es fehlt, dass man zusammensitzt, über den Verstorbenen spricht, sich an Momente aus der Vergangenheit erinnert, dass sich etwas von der Trauer löst. Verändert Corona, auch auf Dauer, unseren Umgang mit dem Tod? Was macht es mit den Menschen, wenn ein Virus die Rituale des Abschiednehmens und des Trauerns durchkreuzt, wenn Menschen zum Sterben in der Einsamkeit verdammt sind, wenn man Trauernde nicht mehr in den Arm nehmen kann, um sie zu trösten? Wird der Tod immer weniger sichtbar? Alexander Jürgs ist diesen Fragen nachgegangen.

          Carsten Knop
          Herausgeber.

          Tatsächlich war der April auch aus meteorologischer Sicht ein Monat des Abschieds – allerdings eines verzögerten. Denn während sich der traditionell unstete und unberechenbare Frühlingsmonat in den vergangenen Jahren mitunter als verkappter Frühsommer aufspielen konnte, machte er diesmal eher als Frühlingsverhinderer von sich reden, der den Abschied des Winters so lange wie nur irgend möglich herauszögerte. In Deutschland war er der kälteste April seit 40 Jahren, in Hessen sogar seit 43 Jahren. Und an der Wetterstation am Frankfurter Flughafen hat es einen so kühlen April zuletzt 1986 gegeben. Damals notierten die Meteorologen ein Monatsmittel von 7,7 Grad – in diesem Jahr waren es 7,8 Grad. Peter Badenhop weiß mehr.

          Kennen Sie schon unsere Lieblingsrezepte aus der Rhein-Main-Redaktion? Kochen ist zum Trend in der Corona-Krise geworden. Zum einen aus Notwendigkeit, weil Betriebs-Casinos und Schulkantinen für Heimarbeiter nicht zur Verfügung stehen, zum anderen, weil es eines der wenigen Hobbys ist, denen man uneingeschränkt nachkommen und deren Ergebnisse man wunderbar in den sozialen Netzen veröffentlichen kann. Und weil die Freude an der Zubereitung schon beim Einkauf beginnt – und es ja sonst wenig Shopping-Erlebnisse gibt – verzeichnet der Lebensmittelhandel ordentliche Zuwächse. Ganz besonders dort, wo die Ware auf kürzestem Weg zur Kundschaft kommt. Einen erheblichen Zuwachs an Kundschaft haben die Hofläden, die für immer mehr Landwirte ein wichtiger Bestandteil des Betriebsmodells werden. Patricia Andreae war da.

          Hauptwache – Der F.A.Z. Newsletter für Rhein-Main

          Werktags um 21.00 Uhr

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          Und außerdem kommt die Debatte über die Verkleinerung des Hessischen Landtags in Gang - sogar über ein anderes Wahlrecht wird nachgedacht; hat die Frankfurter Staatsanwaltschaft neun Aktivisten, die sich am Morgen des 26. Oktober von Autobahnbrücken in Süd- und Mittelhessen abseilten, um damit gegen den Weiterbau der A 49 im Dannenröder Forst zu protestieren, wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz und schwerer Nötigung angeklagt; verbinden Lisa Engelbach und Justin Peach einen packenden Dokumentarfilm und konkrete Hilfe - jetzt hat „Street Line“ das Lichter Filmfest gewonnen.

          Viele Grüße aus der Redaktion,

          Ihr Carsten Knop

          Das Wetter für Freitag

          Abwechselnd Sonne und Wolken, am Vormittag regnet es gelegentlich. Um 13 Grad. Nachts aufklarend bei 4 Grad.

          Geburtstag haben
          Freitag, 7. Mai

          Bruno Brogsitter, Geschäftsführer der Burghofspiele, Eltville (78); Marek Lieberberg, Konzertveranstalter, Träger der Ehrenplakette der Stadt Frankfurt (75); Michael Ziesemer, von 2014 bis September 2020 Präsident des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI), Frankfurt (70); Hermann Kretzschmar, Pianist des Ensemble Modern, Frankfurt (63); Gunther Kegel, Präsident des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI), Frankfurt (61); Petra Jumpers, Geschäftsführerin der Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg (47).

          Samstag, 8. Mai

          Gustl Mayer, Frankfurter Jazz-Saxophonist (85); Hans-Georg Maas, Vorstandsvorsitzender des Speditions- und Logistikverbands Hessen/Rheinland-Pfalz, Frankfurt (66); Frank-Lorenz Engel, Intendant der Brüder-Grimm-Festspiele, Hanau (60); Reinhard Grandke, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft, Frankfurt (58); Ingrid Pfeiffer, Kunsthistorikerin, Kuratorin an der Schirn Kunsthalle, Frankfurt (55); Christian Seifert, Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL), Frankfurt (52); Frank Lucaßen, Geschäftsführer der Fresenius Kabi Deutschland GmbH, Bad Homburg, Vorsitzender des Landesverbands Hessen im Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie, Frankfurt (49).

          Sonntag, 9. Mai

          Petra Roth (CDU), Stadtälteste und Ehrenbürgerin, ehemalige Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt (77); Annegret Reinhardt-Lehmann, Geschäftsführerin der Wirtschaftsinitiative Frankfurt/Rhein-Main (67); Siegbert Rossol, Ärztlicher Direktor am Nordwestkrankenhaus, Frankfurt (63); Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse (60); Stefan Quandt, Unternehmer, Mitglied des Aufsichtsrates der Frankfurter Allgemeinen Zeitung GmbH (55); Jutta Dönges, Geschäftsführerin der Deutschen Finanzagentur GmbH, Frankfurt (48); Manuel Friedrich (SPD), Bürgermeister von Obertshausen (35).

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