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Heute in Rhein-Main : Winterwetter als große Ausnahme

Bleibt in den Bergen: Frost auf Bäumen und Büschen Bild: Frank Röth

Die Zahl der Tage mit Frost oder Dauerfrost geht nach und nach zurück. Die Bevölkerungspyramide wird noch zu Schwierigkeiten führen. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.

          3 Min.

          Guten Abend!
          Viele von Ihnen werden heute nicht den ganzen Tag in einem Homeoffice, in einer Redaktion oder anderen vier Wänden gewesen sein, sondern in der Wintersonne an der frischen Luft. Darüber sollten Sie sich doppelt freuen, denn es sind Ausnahmetage: Die Zahl der Tage mit Frost oder Dauerfrost geht nach und nach zurück, jene mit großer Wärme oder sogar Hitze dagegen werden immer häufiger. Während es seit Mitte der neunziger Jahre kein Jahr mehr mit weniger als 40 Sommertagen gegeben hat, wird die 80-Tage-Grenze bei den Frosttagen nur noch selten überschritten. Und während in fast jedem Jahr inzwischen mehr als zehn heiße Tage registriert werden, scheint das Jahr, in dem es in Frankfurt keinen einzigen Tag mit Dauerfrost mehr gibt, nicht mehr fern – 2020 haben die Meteorologen tatsächlich nur einen solchen Eistag registriert, den 22. Januar. Peter Badenhop hat sich das Wetter des vergangenen Jahres genau angesehen.

          Carsten Knop
          Herausgeber.

          Außerdem gibt es ein neues Statistisches Jahrbuch für Frankfurt, was wir ebenfalls einmal für Sie durchgearbeitet haben. Viele Zahlen sind durch die Corona-Einflüsse nicht mehr aktuell genug. Aber Spannendes gibt es doch zu entdecken. Zum Beispiel die aktuelle Bevölkerungspyramide. Sie gleicht inzwischen einem Weihnachtsbaum – und das wird noch zu Schwierigkeiten führen. Wie der vergleichsweise dünne Stamm der bis zu 20 Jahre alten Frankfurter künftig eine Baumkrone von vielen alten, dann auch nicht mehr im Arbeitsleben stehenden Menschen tragen soll, ist offen. Was heißt das für künftige Wohn- und Pflegesituationen, für Wahlergebnisse, möglicherweise risikobehaftete Entscheidungen zur Zukunft der Stadt, wenn die älteren Menschen immer risikoscheuer werden? Und was bedeutet das für die Infrastruktur? Eigentlich sind das Fragen, die die Kommunalwahlen beherrschen sollten. Doch zu befürchten ist, dass Corona alles überlagert, was wir auch entsprechend kommentieren.

          Das beliebte Rebstockbad plätschert im Lockdown seinem Abriss entgegen. Der technische Betrieb aber läuft auf vollen Touren weiter, denn noch geht es darum, dem Bad einen würdigen Abschied zu ermöglichen. Noch gibt es keinen verpflichtenden Termin, an dem der Abriss des Bades beginnen muss. Eine Wiedereröffnung im Fall eines noch sehr langen Lockdowns auch später als im April oder gar Mai zumindest für ein paar Wochen des Abschiednehmens ist wahrscheinlich. Bis dahin dröhnen nur die Maschinen. Daniel Meuren hat zugehört und zugeschaut.

          Hauptwache – Der F.A.Z. Newsletter für Rhein-Main

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          Und außerdem werden angesichts der Ausbreitung des Coronavirus Kapazitäten in den hessischen Krankenhäusern knapper. Bei den Intensivbetten sei die Situation „sehr angespannt“, teilte das hessische Sozialministerium mit. Derzeit seien rund 89 Prozent der bepflegbaren Intensivbetten belegt +++ hat sich ehemalige Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) in einem Brief an die hessischen Delegierten des bevorstehenden CDU-Bundesparteitags für Friedrich Merz als Parteivorsitzenden ausgesprochen. Das Schreiben hat sie nicht alleine verfasst, sondern mit einem anderen Ehemaligen, dem früheren Ministerpräsidenten Roland Koch, ebenfalls CDU-Mitglied +++ haben sich Unbekannte in Maintal vermutlich ein illegales Autorennen geliefert. Dabei verursachten sie einen Unfall und flohen anschließend.

          Viele Grüße aus der Redaktion und einen guten Start in die Woche,

          Ihr Carsten Knop

          Das Wetter für Montag

          Zunächst Nebel oder Hochnebel, nachmittags ein paar Auflockerungen. Höchstwerte um 2 Grad. Nachts Schnee.

          Verkehr

          Wegen Erneuerung einer Wasserleitung durch die die Netzdienste Rhein-Main kommt es in der Mainzer Landstraße zwischen Platz der Republik und Heinrichstraße von Montag, 11. Januar, bis Jahresende zu Fahrspurreduzierungen stadtauswärts. Der Verkehr wird abschnittsweise über die Gleise der Straßenbahn geführt. Die nördlichen Seitenstraßen der Mainzer Landstraße werden phasenweise voll gesperrt. Das Amt für Straßenbau und Erschließung stellt im Nachgang die Fahrbahnoberflächen wieder her. Radfahrer und Fußgänger werden gemeinsam an der Baustelle vorbeigeführt.

          Geburtstag haben am
          Montag, 11. Januar

          Gerald Kink, Präsident des Hotel- und Gastronomieverbands Dehoga Hessen, Wiesbaden (59); Thilo Brodtmann, Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau, Frankfurt (57); Thomas Kaspar, Chefredakteur der „Frankfurter Rundschau“ (53); Jörg Rotter (CDU), Bürgermeister der Stadt Rödermark (46); Gunjan Bhardwaj, Gründer und Vorstand der Innoplexus AG, Eschborn (38); Ricky Saward, Küchenchef im Restaurant Seven Swans, Frankfurt (32).

          Weitere Themen

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          Es gibt viele Möglichkeiten, Bierflaschen aufzumachen. Mit dem Feuerzeug, am Bierkasten oder auch mit dem zwölfer Schraubschlüssel aus der Werkzeugkiste. Es geht aber auch spektakulärer, wie F.A.Z.-Redakteurin Marie Lisa Kehler zeigt.

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          Nicht nur in den Grünanlagen von Frankfurt vegetieren Kaninchen ihrem Ende entgegen. Schuld ist die in den Fünfzigerjahren eingeführte Krankheit Myxomatose. Haustiere schützt eine Impfung.

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