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Heute in Rhein-Main : Wer nach einem Mord applaudiert

Das Haus des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten: Staatsanwälte versuchen, möglichst viele von denen zur Rechenschaft zu ziehen, die der Tat im Internet Beifall gezollt haben. Bild: dpa

Der Mann, der im Bahnhofsviertel Menschen attackiert haben soll, kommt in die Psychiatrie. Am Donnerstag soll das Urteil im Prozess um die Ermordung von Walter Lübcke fallen. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.

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          Guten Abend,
          im Hauptwache-Newsletter vor 24 Stunden war an dieser Stelle von dem Mann die Rede, der am Dienstag mehrere Personen im Bahnhofsviertel mit einem Messer verletzt hat, bevor er festgenommen werden konnte. Update: Der Zweiundvierzigjährige ist am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt worden, der eine Unterbringung in der Psychiatrie angeordnet hat. Aus einer solchen Einrichtung war er erst vor drei Wochen entlassen worden. Jetzt wird ihm versuchter Mord in vier Fällen vorgeworfen, wie Katharina Iskandar schreibt.

          Manfred Köhler

          Stellvertretender Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortlicher Redakteur des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          Wir bleiben bei Straftaten. Für Donnerstag ist das Urteil im Prozess um die Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke angekündigt, angeklagt sind wegen Mordes Stefan E. und wegen Beihilfe Markus H. Die Bundesanwaltschaft hat lebenslange Haft und anschließende Sicherungsverwahrung für E. und neun Jahre und acht Monate Haft für H. gefordert. Die Sitzung beginnt um 10 Uhr. Kollegin Anna-Sophia Lang befasst sich in der Rhein-Main-Zeitung am Donnerstag mit einem speziellen Aspekt dieser schlimmen Tat, nämlich denjenigen, die ihr im Internet Beifall gezollt haben. Staatsanwälte versuchen, möglichst viele von ihnen zur Rechenschaft zu ziehen.

          Zu den wenigen guten Nachrichten in der laufenden Woche zählt, dass Sanofi in Frankfurt-Höchst nun den Biontech-Impfstoff abfüllen will, nachdem es mit dem eigenen nicht so schnell vorangeht. Mit einem Mal ist von Frankfurt als Industriestadt die Rede, das kommt ja sonst oft unter die Räder. Außerdem ist es sowieso gut, wenn Unternehmen aus der Region, in diesem Fall also aus Mainz und Frankfurt, miteinander kooperieren, wie Daniel Schleidt in seinem Kommentar schreibt.

          Und außerdem hat das Computerprogramm, das am 14. März in Hessen zum Einsatz kommen soll, bei den bayrischen Kommunalwahlen geschwächelt, Martin Benninghoff berichtet und kommentiert +++ bilanziert Rainer Schulze in der Donnerstagsausgabe die Diskussion um die Zukunft der Städtischen Bühnen und kommt zu dem ernüchternden Ergebnis, dass es nicht vorangeht +++ befasst sich Michael Hierholzer mit dem neuen Ausstellungsprogramm des Museums Angewandte Kunst in Frankfurt, von dem noch niemand weiß, wann die Öffentlichkeit etwas davon hat.

          Einen angenehmen Abend wünscht Ihnen

          Ihr Manfred Köhler

          Das Wetter für Donnerstag

          Im Tagesverlauf zieht Regen auf, der länger andauert und kräftig ist. Es weht kräftiger Wind. Nachts neuer Regen. Tiefstwert 5 Grad.

          Geburtstag haben am Donnerstag

          Thomas Mann (CDU), Vorsitzender der Europa-Union Hessen, ehemaliges Mitglied des Europäischen Parlaments, Schwalbach (75); Wolfram Knauer, Leiter des Jazzinstituts Darmstadt (63); Otto Völker, Vorstand der Binding-Brauerei, Frankfurt (61); Bruno Hübner, Sportdirektor bei Eintracht Frankfurt (60); Hermann Bäumer, Generalmusikdirektor am Staatstheater Mainz (56); Madlen Overdick (Die Grünen), hauptamtliche Kreisbeigeordnete im Main-Taunus-Kreis, Aufsichtsratsvorsitzende der Unternehmensgruppe der Rhein-Main-Deponie, Flörsheim-Wicker (51); Sacha Stawski, Frankfurter Immobilienverwalter, Betreiber der Internetplattformen "Honestly Concerned" und "I like Israel" (51).

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