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Heute in Rhein-Main : Wer kauft Infraserv und warum?

Ein Arzt bereitet eine Impfung in seiner Hausarztpraxis vor. (Symbolbild) Bild: dpa

Der Apothekerverband will die Impfkampagne unterstützen. Und im Industriepark Höchst soll der Infrastruktur-Dienstleister Infraserv verkauft werden. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.

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          Guten Abend,
          es war ein Tag, wieder, an dem viele Antworten gesucht wurden und einige auch gegeben. Wie kann die Impfkampagne noch einmal mehr Fahrt aufnehmen, vorausgesetzt, es gibt genug Impfstoff? Holger Seyfarth wird nicht müde, für seine Idee zum Thema zu werben. Am Montag forderte der Vorsitzende des hessischen Apothekerverbandes abermals, Apotheken das Impfen zu erlauben. Eines seiner Argumente: Apotheken sind flächendeckend vorhanden und auch an Samstagen geöffnet, ihre Mitarbeiter kennen sich mit Arzneien, Wirkstoffen und Impfstoffen aus. Unterdessen hat das Hessische Kultusministerium, das von dem CDU-Politiker Alexander Lorz geführt wird, klargestellt, dass es von Plänen, die Weihnachtsferien vorzuziehen, nichts halte. Die Schulen blieben offen, hieß es. Mit Stand von Montag also: In Hessen kein Lockdown für Kinder und Jugendliche in Sicht.

          Jacqueline Vogt
          Ressortleiterin der Rhein-Main-Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Wie geht es weiter im Industriepark Höchst? Überraschend war vor ein paar Tagen bekannt geworden, dass der Infrastruktur-Dienstleister Infraserv verkauft werden soll. Unter den Mitarbeitern herrscht Verwirrung über die Motive der Inhaber, das profitable und gut geführte Unternehmen abstoßen zu wollen. Für den Standort und die Region sind die Spekulationen ein schlechtes Signal, kommentiert Daniel Schleidt die Vorgänge. Mit seinem Kollegen Falk Heunemann blickt er außerdem zurück auf die Geschichte des Industrieparks. Und findet in dieser einen Grund dafür, dass nun Käufer gesucht werden. Andere Stadt, ähnliches Thema: Verkauft werden könnte auch die Darmstädter Software AG, eines der ältesten Software-Unternehmen der Welt, 1969 in Darmstadt von Mathematikern gegründet, heute ein Milliardenunternehmen. Warum? Auch dazu mehr in der Rhein-Main-Zeitung.

          Wie umgehen mit jungen Menschen, die Täter geworden sind? In Hanau ist, nach langen Verzögerungen und Verhandlungen, ein Mietvertrag zwischen der Baugesellschaft Hanau und dem Land Hessen unterschrieben worden: für die Einrichtung eines Hauses des Jugendrechts, 2023 soll es eröffnet werden. Das Konzept eines solchen Hauses, von denen es in Deutschland mehr als 30 gibt: Staatliche und städtische Stellen, darunter die Jugendgerichtshilfe und die Justiz, arbeiten darin zusammen, um Jugendkriminalität schnell zu bearbeiten und, im Idealfall, zu verhindern. Kurze Wege zwischen verschiedenen Ansprechpartnern ist das Prinzip. Luise Glaser-Lotz berichtet.

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          Sonntags bis donnerstags um 21.00 Uhr

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          Und außerdem hat ein Kind in Frankfurt gerade einmal 4,87 Quadratmeter Spielplatz zur Verfügung, das hat ein datenjournalistisches Projekt von FAZ.NET ergeben +++ richten die Taunusstädte Bad Homburg und Friedrichsdorf eine gemeinsame Kindertagesstätte ein, in Friedrichsdorf +++ ist in Frankfurt ein Mann verhaftet worden, der in 32 Fälle von Autodiebstahl verwickelt sein soll, die Wagen wurden ins Ausland verschoben.

          Eine gute Nacht, später, bleiben Sie uns gewogen

          Ihre

          Jacqueline Vogt

          Das Wetter für Dienstag

          Heute ist der Tag windig und nass. Morgens kann örtlich Schnee fallen, später bei Werten bis 7 Grad viel Regen.

          Geburtstag haben am Dienstag, 30. November

          Hartmut Ruppricht, Präsident der Steuerberaterkammer Hessen, Frankfurt (63); Matthias Willems, Präsident der Technischen Hochschule Mittelhessen, Gießen (58); Ralph Alexander Lorz (CDU), hessischer Kultusminister (56); Dorothee Blessing, Ko-Europa-Chefin der Investmentbank JP Morgan, Frankfurt (54); Frank Dehnke, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Oberhessen, Friedberg (52); Avni Yerli, Gründer und Geschäftsführer des Frankfurter Computerspielestudios Crytek (52)

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