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Heute in Rhein-Main : „Wasserpfennig“ für den Stadtwald in Not

Zu trocken und zu licht: Baumkronen im Frankfurter Stadtwald Bild: dpa

Frankfurts Umweltdezernentin will den „Wasserpfennig“ wieder einführen. Händler der Kleinmarkthalle setzen zunehmend auf Lieferdienste. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.

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          Guten Abend,
          „dramatisch“, oben wie unten. Frankfurts Umweltdezernentin Rosemarie Heilig fällt kein anderer Ausdruck ein für den Zustand der Bäume, vor allem ihrer Kronen, und für die Vorräte des Grundwassers im Stadtwald. Die Stadt am Main kann ihren Wasserbedarf von durchschnittlich 120.000 Kubikmeter am Tag schon seit fast ewigen Zeiten nicht mehr aus eigenen Quellen decken. Ein Drittel strömt aus dem Hessischen Ried, etwa ebenso viel aus dem Vogelsberg, ein Viertel wird im Stadtwald gefördert. Zuviel, nach den vergangenen Hitzesommern. In die Wassergewinnung müsse dringend investiert werden, meint daher die Grünen-Politikerin und spricht sich dafür aus, den „Wasserpfennig“ (der dann wohl „Wassercent“ heißen müsste) wieder einzuführen. Fachredakteurin Mechthild Harting sieht Stadt und Region in der Pflicht, mehr in die Trinkwassergewinnung zu investieren. Aber sie appelliert auch an die Verbraucher, noch viel mehr darüber nachzudenken, woher das, was zuverlässig und sauber aus dem Hahn kommen soll, stammt und wofür sie es verwenden wollen.

          Helmut Schwan
          Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Auch die Händler der Frankfurter Kleinmarkthalle meinen, sich dem Zeitgeist nicht verschließen zu können und setzen zunehmend auf Lieferdienste. Der finnische Anbieter Wolt etwa hat nun angekündigt, Waren in einem Umkreis von drei Kilometern in höchstens 35 Minuten auszuliefern. Derzeit könne man sich Restaurant-Essen, Wein, Eis und Blumen sowie Fleischprodukte bringen lassen, mit weiteren Händlern ist Wolt im Gespräch. Für die Frankfurter Verköstigungsinstitution ist das der zweite Anlauf, mit den sich wandelnden Ansprüchen der Verbraucher Schritt zu halten. Schon im Sommer 2020 hatte die Interessengemeinschaft Kleinmarkthalle über alternative Vertriebswege gesprochen. Am Willen fehlte es nicht, aber an Grundsätzlichem: Viele Marktstandbesitzer haben nicht nur keine eigene Internetseite, mitunter haben sie noch nicht einmal eine eigene E-Mail-Adresse und manche nicht einmal ein Smartphone.

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