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Heute in Rhein-Main : Warum so viele Tannenbäume entsorgt werden müssen

Neu geliefert: In Hessen werden FFP2-Masken an öffentlichen Orten verteilt. Bild: dpa

124.000 Hessen sind bereits gegen das Coronavirus geimpft worden, trotz Problemen bei der Impftermin-Vergabe. Außerdem: Zu Weihnachten sind dieses Jahr weit mehr Bäume auf dem Müll gelandet als sonst. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.

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          Guten Abend,
          die Diskussion um die Corona-Pandemie fasert ein bisschen aus. Die einen schwören auf einen noch einmal viel härteren Lockdown, auf dass danach möglichst rasch das Leben wieder aufblühe, die anderen sorgen sich wegen der Mutationen, wieder andere regen sich über die Schwierigkeiten bei der Impfstoff-Produktion auf. Der Ärger über die Probleme bei der Vergabe von Impfterminen ist auch noch nicht ganz verhallt. Wie behalten wir da bloß die Übersicht? Na, wir gucken erst einmal auf die Fakten. Während überall heftigst parliert wird, impfen die Ärzte einfach weiter, in den Impfzentren Hessens konnten doch immerhin schon 124.000 Frauen und Männer versorgt werden, 26.000 Personen wurden sogar schon zum zweiten Mal geimpft. Am Frankfurter Flughafen werden Reisende aus Hochrisikogebieten besonders kontrolliert. Und an Krankenhäuser, Pflegeheime und Rettungsdienste werden FFP-2-Masken verteilt. Es geht also voran, wenn auch vielleicht nicht schnell genug.

          Manfred Köhler

          Stellvertretender Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortlicher Redakteur des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          Trotzdem ist es natürlich nicht falsch, mit Experten zu reden. Die Rhein-Main-Redaktion hat am Montag gleich mit zwei Fachleuten gesprochen, der Virologin Sandra Ciesek aus Frankfurt und ihrem Kollegen Wolfgang Preiser, der in Frankfurt geboren ist und jetzt in Kapstadt arbeitet. Die Mutationen machen beiden Sorgen, und sie raten abermals zu Abstand, Masken und Händewaschen. Bevor Sie aufstöhnen, das Sie das ja nun wirklich schon hundertmal gehört hätten: Kann ja sein. Aber wenn sich alle dran hielten, stünde es jetzt weitaus schlechter um das Virus, wie einfallsreich es auch sein mag.

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          Nun soll weder in der Zeitung noch in diesem Newsletter immer nur von Corona die Rede sein, es gibt doch auch noch andere Themen, denkt man. Aber es ist wirklich vertrackt: Am Ende hängt doch wieder alles mit der Pandemie zusammen. Zum Beispiel holen die Frankfurter Entsorgungsbetriebe stets im Januar die ausgemusterten Tannenbäume ab. Und was ist in diesem Jahr? Weitaus mehr als sonst, es nimmt gar kein Ende. Schon in den ersten zwei Wochen sind so viele zusammengekommen wie sonst in drei Wochen. Und warum? Weil die Familien sich nicht besuchen durften und so jede für sich ein Bäumchen gekauft hat. Ist ja gar nicht schlimm, die trockenen Bäume können in der Biokompostanlage noch einen guten letzten Dienst leisten. Aber man entkommt der Pandemie eben nicht. Nicht einmal beim Müll.

          Und außerdem kämpfen Spediteure mit den Corona-Regeln an den Grenzen, eine Mühsal; findet sich auf der Kulturseite der Rhein-Main-Redaktion am Dienstag ein Interview mit Christian Hommel, der im Ensemble Modern Oboe spielt; planen die Kurorte Bad Orb und Bad Soden-Salmünster schon für die Zeit nach der Pandemie.

          Einen angenehmen Tag wünscht Ihnen

          Ihr Manfred Köhler

          Das Wetter für Dienstag

          Anfangs dominieren Wolken, und es fällt etwas Schnee oder Schneeregen. Am Nachmittag Auflockerungen möglich. Windig.

          Geburtstag haben am Dienstag

          Lutz Helmig, Investor und Arzt, Gründer der Helios-Kliniken, Grebenhain (75); Rainer Rahn (AfD), Mitglied des Hessischen Landtags, Fraktionsvorsitzender in der Stadtverordnetenversammlung Frankfurt (69); Dagmar Priepke, frühere Geschäftsführerin der Heussenstamm-Stiftung, Frankfurt (65); Michael Görner, Präsident des FSV Frankfurt (60); Andreas Widl, Vorstandsvorsitzender der Samson AG, Frankfurt (55); Christian Höftberger, Präsident der Hessischen Krankenhausgesellschaft, Eschborn (47); David Rauber, Sprecher der Geschäftsführung des Hessischen Städte- und Gemeindebunds, Mühlheim (44).

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