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Heute in Rhein-Main : Warten auf die „richtige“ Notbremse

Das dritte Corona-Semester beginnt für die Studenten und ihre Hoffnungen auf Präsenzlehre schwinden dahin. Bild: Lucas Bäuml

Die Landesregierung will sich den Corona-Regelungen für den Schulstart nach den Osterferien widmen. Die Studenten in der Region starten ins dritte Corona-Semester. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.

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          Guten Abend,
          wie sich die Entschlossenheit der Kanzlerin auf das Leben in Hessen auswirken wird, das bleibt abzuwarten. Klar dürfte aber zumindest jetzt schon sein, dass im Zuge einer Notbremse, die ihren Namen verdient und die Angela Merkel anstrebt, in weiten Teilen Hessens der Alltag noch um einiges mühsamer wird. Und es nachts aufgrund einer Ausgangssperre in vielen Kommunen sehr still werden könnte. Zumindest, falls es bei dem Schwellenwert einer Inzidenz von 100 bliebe, wie ihn die Bundesregierung ins Infektionsschutzgesetz schreiben will. Das Corona-Kabinett in Wiesbaden versucht, die Gemüter zu beruhigen und will erst einmal abwarten, ob am Ende eines schwierigen Gesetzgebungsverfahrens tatsächlich der Bund das Heft in der Hand hält. In Hessen gilt nun auf jeden Fall eine Testpflicht für Schüler und Lehrer, die in den Präsenzunterricht kommen, Lockerungen für die Mittelstufe gibt es dagegen nicht. Denn dass die dritte Corona-Welle auch in Hessen immer bedrohlicher wird, ist unumstritten.

          Helmut Schwan
          (hs.), Rhein-Main-Zeitung

          Für die Hochschulen und die Studenten der Region bedeutet all dies: Nun hat das dritte Semester im Corona-Modus begonnen und die leise Hoffnung, bald könne man in einem Hörsaal einem Professor oder einer Professorin erleben, schwindet schon wieder dahin. Sascha Zoske hat sich an der Frankfurter Musikhochschule umgehört und ist auf viel Frustration gestoßen. In seinem Kommentar macht er gleichwohl Mut: Es sei kein Vergnügen, aber auch kein russisches Roulette, unter solchen Voraussetzungen eine Klausur zu schreiben oder ein Praktikum zu absolvieren. Trotz aller Anlaufschwierigkeiten und bisweilen unzureichender technischer Ausstattung sei es den Hochschulen gelungen, ihr Lehrangebot während der Pandemie weitgehend aufrechtzuerhalten, schreibt er.

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          Was wollen die Grünen in Frankfurt? Fast hat es inzwischen den Anschein, als wüssten sie das selbst (noch) nicht. Ziemlich viel Geheimniskrämerei für eine Partei, die sich rühmt, so transparent zu sein. Mal abwarten, ob sich das nun ändert, da die  Sondierungsgespräche abgeschlossen sind und man in die nächste Runde gehen will mit dem Ziel, eine tragfähige Koalition für die nächsten fünf Jahre zu bilden. Optionen haben die Grünen reichlich, vielleicht zu reichlich. Nun sind sie irritiert, dass sich vor allem ihr bisheriger (und verflossener?) Partner, die SPD, nicht mehr lange in der Rolle des demütigen Zuschauers fügen wird. Mechthild Harting hat die Stimmung ausgelotet. Martin Benninghoff  analysiert, warum der Neuling im Römer und ebenfalls möglicher Regierungspartner der Grünen, die Partei Volt, durchaus nicht unerfahren ist, wenn es ums Regieren in Rathäusern geht.

          Und außerdem muss in Niedernhausen die Kommunalwahl aufgrund von Unregelmäßigkeiten in den Briefwahlunterlagen offenbar wiederholt werden +++ testen viele Unternehmen in Hessen bereits ihre Mitarbeiter auf Corona, die meisten lehnen aber eine Verpflichtung nach wie vor ab, wie eine Umfrage zeigt +++ fordert die „Koalition Freie Szene Frankfurt“ eine Erhöhung der städtischen Fördermittel.

          Geben Sie auf sich acht,

          Ihr Helmut Schwan

          Das Wetter für Dienstag

          Der Spätwinter will nicht weichen. Nach möglichen Schneeschauern in der Nacht zum Dienstag kann es in der Region am Morgen glatt auf den Straßen werden. Tagsüber bleibt es feucht und ungemütlich, die Höchstwerte liegen bei 11 Grad an der Bergstraße.

          Geburtstag haben am Dienstag, 13.04.:

          Gottfried Schneider (CDU), Kreistagsvorsitzender des Landkreises Bergstraße, Heppenheim (78); Ulrike Neradt, Kabarettistin und Sängerin, Martinsthal (70); Michael Millard, Kapellmeister am Staatstheater Mainz, Musikalischer Leiter der Opernakademie Bad Orb (62); Georg Bätzing, Bischof des Bistums Limburg, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz (60); Gunnar Wöbke, Geschäftsführender Gesellschafter und Sportdirektor des Frankfurter Basketballvereins Skyliners (54); Frank Niehage, Vorstandsvorsitzender der Flatexdegiro AG, Frankfurt (53); Roman Inderst, Wirtschaftsprofessor an der Goethe-Universität Frankfurt, Leibniz-Preisträger (51); Diana Stolz (CDU), Erste Kreisbeigeordnete des Landkreises Bergstraße, Heppenheim, Vorsitzende der Frauen-Union Hessen (45).

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