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Heute in Rhein-Main : Post-Corona-Partys von Freitag an erlaubt

Prost! Von Freitag an können sich so viele Menschen in Hessen treffen, wie sich treffen wollen. Bild: dpa

Hessen macht sich locker, und das schon am Freitag. Der Großeinsatz der Polizei in Frankfurt-Griesheim legte den Stadtteil über Stunden lahm. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.

          3 Min.

          Guten Abend,

          Helmut Schwan
          Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          am Freitag werden Sektkorken knallen. Von diesem Tag an können sich so viele Menschen in Hessen treffen, wie sich treffen wollen: Hessen macht sich locker, aber die Landesregierung weiß noch nicht so recht, ob das Coronavirus schon aufgegeben hat. Entsprechend vorsichtig fiel der Begleittext aus, mit dem die Staatskanzlei am Dienstag die Änderungen verkündete: Man könne angesichts deutlich sinkender Inzidenzen „weitgehend zu mehr Normalität“ zurückkehren, deutliche Öffnungen seien daher zu verantworten. Die  Pflicht, Masken im Freien zu tragen, wird vollständig aufgehoben, Schüler können sie während des Unterrichts ablegen, im Einzelhandel und in Bussen und Bahnen wird hingegen der Atemschutz weiterhin verlangt.  Einen negativen Test oder den Nachweis, vollständig geimpft oder genesen zu sein, muss für die Gastronomie „drinnen“ auch künftig vorgelegt werden. Die Kultur erhält einen wesentlich größeren Freiraum, Veranstaltungen mit Publikum durchzuführen. Clubs dürfen im Freien wieder zum Tanz bitten.

          Die Skepsis, in einer Stadt wie Frankfurt sei es riskant, das Spezialeinsatzkommando wegen des Extremismusverdachts gegen einige Mitglieder vollständig aufzulösen, hat am Dienstag neue Nahrung erhalten. Die Nachricht, im Stadtteil Griesheim bedrohe ein Mann Anwohner eines Hauses mit einem Messer und einer Schusswaffe, löste gegen 11 Uhr Alarm im Polizeipräsidium aus. Wie es dazu kam, dass der Mann offenbar später durch einen Schuss aus einer Polizeiwaffe getötet wurde, das muss nun das Landeskriminalamt aufklären. Es war ein  Großeinsatz, in dessen Zentrum für gewöhnlich die dafür ausgebildeten Beamten des SEK stehen. Unsere Polizeireporterin Katharina Iskandar gibt gewissermaßen Entwarnung: Sie war lange am Tatort und kommt zu der Einschätzung, die eingesetzten Beamten hätten die Lage im Griff gehabt, und der Einsatz sei professionell organisiert gewesen.

          Die Fähigkeit, die Sanierungs- und Sicherungsarbeiten zu koordinieren und eine Lösung für den arg beeinträchtigten Verkehr auf Straße und Schiene zu finden, ist im Falle der gesperrten Salzbachtalbrücke dringend gefragt. Im Interview mit Daniel Schleidt fordert der  Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes, Burkhard Siebert, den Fall des maroden Bauwerks endlich zum Anlass zu nehmen, die Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur zu steigern, um die gefährlichen Versäumnisse der Vergangenheit zu beseitigen. Das Investitionsbudget, das der Bundesverkehrswegeplan 2030 vorgebe, müsse konsequent hoch bleiben. Die Baubranche erwarte von der öffentlichen Verwaltung eine langfristige Vorplanung, eine ausgereifte Planung und zügige Abläufe. Auch der zweite Werktag, an dem die wichtigste Verkehrsverbindung im Großraum Wiesbaden/Mainz unterbrochen war, stellte am Dienstag die Pendler auf eine harte Geduldsprobe. Jedoch ging es laut Polizei entspannter zu als noch am Montag.

          Hauptwache – Der F.A.Z. Newsletter für Rhein-Main

          Werktags um 21.00 Uhr

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          Und außerdem hat die F.A.Z. eine Tierpatenschaft im Frankfurter Zoo übernommen. In den kommenden zehn Jahren wird die Rhein-Main-Redaktion einen am 30. Mai geborenen Schwarzen Brüllaffen durch das Zooleben begleiten. Da der oder die Kleine (das Geschlecht ist noch nicht bestimmt) noch keinen Namen hat, können Leser der F.A.Z ihre Vorschläge einreichen +++ soll das Waldstadion am Mittwochabend zum Länderspiel der deutschen gegen die ungarische Fußball-Nationalmannschaft in den Farben des Regenbogens leuchten. Die Regenbogenflagge steht als Symbol für die LGBTQ-Bewegung, die sich unter anderem für die Gleichberechtigung von Homosexuellen und Transsexuellen einsetzt. Die  Solidaritätsaktion richtet sich gegen ein vom ungarischen Parlament beschlossenes Gesetz, das unter anderem die Darstellung von Homosexualität in Büchern und Filmen verbietet, die Jugendlichen zugänglich sind.

          Geben Sie auf sich acht,

          Ihr Helmut Schwan

          Das Wetter

          Nach einer kühlen Nacht bleibt es laut Vorhersage am Mittwoch bewölkt und regnerisch. Im Laufe des Tages könne es zu teils kräftigen Gewittern kommen. Die erwartete Höchsttemperatur liegt bei 25 Grad.

          Geburtstag haben am Mittwoch:

          Sieghard Pawlik, bis März 2021 Stadtverordneter, langjähriges Mitglied des Hessischen Landtags, ehemaliger Vorsitzender der Frankfurter SPD (80); Günter Sedlak, früherer Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Oberhessen, Friedberg (65); Daniella Baumeister, Radiomoderatorin beim Hessischen Rundfunk, Frankfurt (62); Barbara Akdeniz (Die Grünen), Dezernentin der Stadt Darmstadt (61); Frank Dastych, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen, Frankfurt (60); Georg Schürmann, Geschäftsleiter der Nachhaltigkeitsbank Triodos Deutschland, Frankfurt (59); Andrea Ebinger, Geschäftsführerin der Hess Natur-Textilien GmbH, Butzbach (49); Alexander Hohlwein, Küchenchef im Restaurant "360 Grad", Limburg (35); Wolfgang Koehler, Geschäftsführer der Darmstädter Privatbrauerei GmbH (35); Homiyu Tesfaye, Leichtathlet beim TSV Pfungstadt, mehrfacher deutscher Meister auf der Mittelstrecke (28).

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