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F.A.Z.-Hauptwache : Ohne Maske geht bald in Frankfurt nichts mehr

Maskenpflicht: Die Corona-Beschränkungen in Frankfurt werden wieder strenger. Bild: dpa

In Frankfurt liegt der Corona-Inzidenzwert am Sonntag erstmals über 200. Neben der Kontrolle der Corona-Regeln muss die hessische Polizei außerdem am Dannenröder Forst und bei den Castortransporten für Ordnung sorgen.

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          Guten Abend,
          Kein Weihnachtsmarkt, Masken auch am Steuer, Alkoholverbot in der ganzen Stadt von 23 Uhr an: Wer den sprunghaften Anstieg der Infektionen mit dem Coronavirus in Frankfurt in den vergangenen Tagen immer noch auf die leichte Schulter genommen hatte, der wird sich am Samstagabend die Augen gerieben haben. Die Alarmstufe dunkelrot ist inzwischen mehr als doppelt überschritten. Die Inzidenz, die relative Quote der Neuinfektionen, lag Sonntag, 0 Uhr, für Frankfurt bei 205.

          Helmut Schwan

          Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Dafür zu sorgen, dass die dramatisch steil ansteigende Kurve wenigstens wieder etwas abflacht, wird nur in einer gemeinsamen Anstrengung gelingen. Die Zeit, in der man die Appelle, Rücksicht aufeinander zu nehmen, auf Hygiene und Abstand zu achten, an sich vorbei rauschen lassen konnte, sind nun endgültig vorbei. Sonst drohen in Frankfurt wie in Offenbach und vielleicht auch sogar anderen Städten der Region noch wesentlich striktere Beschränkungen. Was immer man in Deutschland unter einem Lockdown verstehen mag: In den nächsten beiden Wochen, wenn nicht sogar noch länger, wird viel davon abhängen, die Zahl der Kontakte so gering wie möglich zu halten.

          Allein auf Eigenverantwortung und Vernunft zu setzen, wird allerdings nicht ausreichen. Vor allem die Polizei ist gefordert, die Regeln durchzusetzen.  Und das in einer Phase, in der sie ohnehin schon am Limit agiert. Die Einsätze im Dannenröder Forst, wo weiterhin massiv gegen den Ausbau der A 49 protestiert wird, gehen an die Substanz. Demnächst kommt womöglich der Großeinsatz hinzu, die Castortransporte auf das Gelände des stillgelegten Kernkraftwerks Biblis zu sichern. Die Gewerkschaft sieht die Belastungsgrenze der Beamten, die Abertausende Überstunden mit sich herumtragen, schon längst erreicht.

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          Aus Sicht der Polizei kam vom Parteitag der hessischen Grünen keine Botschaft, welche wenigstens die Lage im nordhessischen Wald etwas entspannen könnte. Zum Ausbau der Autobahn heißt es, man fühle sich zwar an die im Koalitionsvertrag mit der CDU gegebene Zustimmung zu dem Projekt gebunden, halte das Projekt aber weiterhin für falsch. Unser Landtagskorrespondent Ewald Hetrodt hat sich den zum Teil heftigen Meinungsaustausch per Videokonferenz angeschaut und angehört. Er schreibt in seinem Kommentar, das Geben und Nehmen zwischen CDU und Grünen verleihe dem Regierungsbündnis zwar Stabilität, beide Partner verlören dadurch aber an Glaubwürdigkeit.

          Und außerdem sieht die hessische Justizministerin Eva Kühne-Hörmann gute Chancen, die umstrittene Vorratsdatenspeicherung nun doch noch durchsetzen zu können. Im Interview mit der Rhein-Main-Zeitung spricht sie davon, gerade bei Kinderpornographie und Hetze im Netz sei es wichtig, die Opfer statt die Täter zu schützenhat Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer den Medienpreis der Steuben-Schurz-Gesellschaft, die sich für die deutsch-amerikanische Freundschaft einsetzt, in der Paulskirche entgegen genommen.

          Bleiben Sie achtsam,

          Ihr Helmut Schwan

          Das Wetter

          Laut Vorhersage wird der Montag in der Region regnerisch, erst am Nachmittag lockern die Wolken etwas auf. Die Temperatur bewegt sich zwischen 6 und 12 Grad. Am Dienstag soll es meist trocken bleiben, die Sonne kommt zurück.

          Geburtstag haben am Montag:

          Dirk Remmert, Geschäftsführer der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (58).

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