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Heute in Rhein-Main : Mehr als 60.000 Impftermine vergeben

Bis zu diesem Moment ist es für viele noch ein weiter Weg: Ein Impftermin in Hessen zu bekommen ist gar nicht so einfach. Bild: Frank Röth

Viele Hessen haben am Mittwoch einen der begehrten Impftermine ergattert. Die Stadt Schwalbach will ihren Ruf polieren. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.

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          Guten Abend,
          die Kollegin hat es sich gemütlich gemacht im virtuellen Wartezimmer. Auf dem Bildschirm wird um „ein bisschen Geduld“ gebeten. Sie hat sich schon den zweiten Kaffee eingeschenkt, arbeitet nebenbei ihre Mails ab, recherchiert, schreibt Texte. Sie hat am Mittwoch, genau wie viele andere auch, versucht, einen Impftermin für ihre hochbetagte Nachbarin zu buchen. Anders als beim ersten Anlauf im Januar, ist diesmal der Server nicht zusammengebrochen. Wer Geduld hatte und ein, zwei, drei Stündchen gewartet hat, der wurde irgendwann zur Impfterminvergabe weitergeleitet. Die Kollegin war erfolgreich. Rund 66.000 Hessen konnte am Mittwoch ein Termin vermittelt werden. Zum Vergleich: Beim ersten Anlauf wurden binnen vier Tagen nur 60.000 Termine vergeben. Neu ist auch, dass erstmals auch Termine für alle Impfzentren in Hessen vereinbart werden konnten. 28 gibt es davon im Land.

          Marie Lisa Kehler
          Stellvertretende Ressortleiterin des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Das Thema „Corona“ beschäftigt auch Ex-Polizist Tom Jonas. Der Neunundzwanzigjährige ist Krisenmanager bei der DZ Bank. Und als solcher muss er seit einem Jahr immer wieder neu entscheiden, wie sich der Arbeitsalltag für die Mitarbeiter unter Pandemiebedingungen gestaltet. Unser Kollege Daniel Schleidt hat Jonas getroffen und mit ihm über die Fähigkeiten, in Stress-Situationen die Ruhe zu bewahren und Entscheidungen unter Druck treffen zu müssen, gesprochen.

          Ein Krisenmanager ist wohl auch Schwalbachs Bürgermeister Alexander Immisch. Er hat eine Vision: Der Marktplatz soll wieder zum Treffpunkt werden. Dafür hat er Geld in die Hand genommen. Insgesamt 1,5 Millionen. Bäume wurden dafür gefällt – und neue gepflanzt. Ein neues Lichtkonzept soll auch die dunklen Ecken des zentralen Platzes erleuchten – und somit für ein Gefühl der Sicherheit sorgen. Immisch setzt auf Kommunikation statt Konfrontation. Der Bürgermeister zieht regelmäßig mit dem „Schutzmann vor Ort“ durch die Innenstadt, tritt in den Dialog mit den Bürgern – und spricht mit ihnen auch mal auf Türkisch. In den vergangenen Jahren hatte der Ruf der Stadt ziemlich gelitten. Immer wieder brannten Mülltonnen, Polizisten wurden mit Steinen beworfen, es gab Angriffe auf die damalige Bürgermeisterin Christine Augsburger. Jetzt will sich die Stadt von einer neuen Seite präsentieren. Ob das gelingt? Redakteurin Heike Lattka hat sich umgehört.

          Und außerdem haben Studenten der Goethe-Universität die Anwohner der Friedberger Landstraße befragt, wie sich ihre Lebensqualität verändert hat, seit eine komplette Fahrspur für den Radverkehr freigegeben wurde  +++ bleiben die Hochwasserstände auf hohem Niveau – was besonders im Rheingau Straßensperrungen nach sich zieht +++ wird am Flughafen Hahn auf bessere Zeiten gehofft.

          Bleiben Sie gesund,

          Marie Lisa Kehler

          Das Wetter für Donnerstag

          Nach einigen Tropfen lockert es tagsüber auf. Die Höchstwerte liegen bei 12 Grad. In der Nacht zieht es von Süden her wieder zu.

          Geburtstag haben am Donnerstag, 4. Februar

          Volker Huber, Offenbacher Verleger und Galerist (80); Michael Herrmann, Gründer, Vorsitzender der Geschäftsführung und Intendant des Rheingau Musik Festivals sowie geschäftsführender Gesellschafter der Frankfurter Konzertdirektion Pro Arte, Träger der Goethe-Plakette des Landes Hessen (77); Peter Neidel (CDU), Bürgermeister der Stadt Gießen (52).

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