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Heute in Rhein-Main : Kampf gegen Kriminalität

Wörners alter Arbeitsplatz: der Hauptkontrollraum der ESA in Darmstadt Bild: dpa

Schüler mit Förderbedarf hatten es schwer im Lockdown. Ein Hesse soll ins All geschickt werden. Der Chef des Landeskriminalamtes berichtet vom Kampf gegen die Kriminalität. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.

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          Guten Abend,
          „Von einem Tag auf den anderen war das gewohnte Umfeld weg. Sie konnten das nicht verstehen.“ Ganz schlimm sei die Stimme des Lehrers am Telefon gewesen. Das Gefühl, dass es die Schule noch irgendwo gab. Aber wo? Florentine Fritzen hat Schüler mit Förderbedarf und ihre Eltern gesprochen, wie sie den Lockdown erlebt haben. Die Belastung sei ungleich größer gewesen, lautet das Fazit auch der Gruppe Inklusionsbeobachtung, die es sich zum Ziel gemacht hat, die Inklusion an hessischen Schulen „kritisch zu begleiten“. Eine Mutter sagt, wenn sie sich für ihre Tochter für das neue Schuljahr etwas wünschen dürfte, wären das „ganz viele Aktivitäten mit der Klasse, Sport, Musik, Kunst, die alle wieder zusammenbringen würden“.

          Helmut Schwan
          Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Potz Blitz, möchte man rufen, jetzt sollen nach Richard Branson und Jeff Bezos auch noch die Hessen möglichst bald ins All. Aber für Raketen-Tourismus zu sorgen, das wird freilich nicht die Aufgabe von Johann-Dietrich Wörner sein, den der Ministerpräsident und sein Vize am Donnerstag als Koordinator Hessens für die Raumfahrt vorstellten. Vielmehr will Wörner, bis vor kurzem Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation ESA und früher Präsident der TU Darmstadt, seinen Worten nach eine Raumfahrtstrategie für das Land entwickeln, die alle Akteure aus Wissenschaft Wirtschaft sowie die in Hessen beheimateten nationalen und internationalen Organisationen stärker als bisher miteinander vernetzt. Für die Raumfahrt entwickelten Techniken ließen sich schon jetzt im Kampf gegen den Klimawandel nutzen, sagte Wörner. Vor dem Hintergrund der Hochwasserkatastrophe zeigte er eine aus dem All gemachte Aufnahme des Landkreises Euskirchen in Nordrhein-Westfalen. Es sei möglich vorherzusagen, wohin, in welchen Mengen und mit welcher Geschwindigkeit das Wasser fließe. Auf die unweigerliche Frage nach dem Weltraumtourismus antwortete Wörner, dieser werde komme, da gehe es um „Business“. Das könne man kritisch sehen, aber er sein kein Polizist.

          Andreas Röhrig ist gleich nach Abschluss der Schule Polizist geworden und nun als Chef des Landeskriminalamtes einer der Beamten, die tiefe Einblicke haben. Im Interview mit der Rhein-Main-Zeitung berichtet er über die Ermittlungen zu rassistischen Chats zwischen Polizisten, über den Kampf gegen Kinderpornographie und gegen Organisierte Kriminalität, die ebenfalls das Internet stark nutze, ihre Einflusssphären zu erweitern.

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          Und außerdem fallen Frankfurt und Darmstadt mit Einführung neuer Corona-Lockerungen gleich durch das Raster: Die Inzidenzen lagen am Donnerstag über dem Grenzwert 35 +++ könnte für den Frankfurter Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt der Verlust der Gemeinnützigkeit weitere erhebliche finanzielle Folgen haben +++ soll beim Probealarm am Samstag im Hochtaunuskreis geprüft werden, wie traditionelle Sirenen und moderne Warn-App-Technik ineinander greifen.

          Geben Sie auf sich acht,

          Ihr Helmut Schwan

          Der Tipp zum Wochenende

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