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Heute in Rhein-Main : Großveranstaltungen sind das größte Risiko

Hoffnungsträger: Das Gesundheitsamt hofft, die Fashion Week in Frankfurt machbar machen zu können. Bild: dpa

Das Gesundheitsamt will den Optimismus nicht verlieren, Großveranstaltungen zu ermöglichen. Die Grünen sind noch unentschlossen, wen sie als Koalitionspartner wollen. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.

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          Guten Abend,
          Ökumenischer Kirchentag und Fashion Week: Zwei Großveranstaltungen, die rotmarkiert im Terminkalender Frankfurts für die Hoffnung stehen, doch schon im Frühling oder wenigstens im Sommer Großveranstaltungen wieder möglich werden zu lassen. Das Gesundheitsamt muss aber angesichts der sich ständig verändernden Infektionslage beinahe wöchentlich die Organisatoren darauf hinweisen, dass die Hygienekonzepte anzupassen seien. Wie hybrid –  nur virtuell oder auch real? – die Begegnungen auszufallen haben, damit keine Gefahr von ihnen ausgeht, das ist die Kardinalfrage. Marie Lisa Kehler hat mit dem Experten im Frankfurter Amt gesprochen. Er jedenfalls will den Optimismus nicht verlieren, dass beide Großereignisse im Mai und Juli machbar sein werden.

          Helmut Schwan
          Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Aus guten Gründen hatte man entschieden, die Kommunalwahlen in Hessen trotz der sich Anfang des Jahres schon abzeichnenden dritten Coronawelle am 14. März durchzuführen. Aber das Virus scheint nun doch wie ein dunkler Schleier zumindest über den Verhandlungen der Parteien in Frankfurt zu liegen. Auch wenn alles ganz wichtig und schwierig sein mag: Nach drei Wochen gerade einmal Schnupper- und Sondierungsrunden abgeschlossen zu haben, das lässt einen nicht gerade zuversichtlich sein, demnächst würden die großen Aufgaben mit großem Schwung angegangen. Womöglich lässt der neue Mehrheitsführer, die Partei der Grünen, zwischen dem Erscheinen dieses Newsletters und dem Zeitpunkt, an dem Sie Ihre Zeitung im Briefkasten finden, weißen Rauch aufsteigen, mit wem er in Koalitionsverhandlungen eintreten will. Vielleicht aber auch nicht. Mechthild Harting hatte in den vergangenen Wochen gewissermaßen immer ein Ohr an den verschlossenen Türen, hinter denen die diversen Runden tagten. Sie rät dazu, sich den Begriff „V-Ampel“ zu merken. In einem längeren Beitrag beschäftigt sie sich zudem mit der Frage, worüber sich CDU und die Grünen, lange ziemlich beste politische Freunde in Frankfurt, entzweit haben könnten.

          Hauptwache – Der F.A.Z. Newsletter für Rhein-Main

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          Dabei geht es wirklich um viel in dieser Stadt, wie auch schon viel früher. Als Martin Luther im April 1521 in Frankfurt eintraf, wusste er natürlich um dessen Bedeutung für seinen großen Gegenspieler, den Kaiser, aber auch um die Bedeutung für sich selbst. Frankfurt war für Luther vor allem die Buchmesse, über die viele seiner Schriften verkauft wurden, ehe sie der Kaiser einziehen ließ. Auf seiner Reise von Wittenberg nach Worms nächtigte der Reformator der Überlieferung nach im Gasthaus „Zum Strauß“ an der Buchgasse nahe dem Rathaus Römer. Luther sei ohne großes Aufsehen eingetroffen, fast heimlich, schreibt Hans Riebsamen.

          Und außerdem schlägt auch am Büromarkt der Trend durch, dass Homeoffice die Pandemie überdauern wird +++ kommt das beste Handyspiel des Jahres vom Frankfurter Ein-Mann-Betrieb The Coding Monkeys +++ ist das Hanauer Klinikum Corona zum Trotz nicht in die roten Zahlen gerutscht.

          Geben Sie auf sich Acht,

          Ihr Helmut Schwan

          Das Wetter für Donnerstag:

          Vermutlich verzieht sich die nächtliche Eiseskälte erst, wenn die Ausgangssperren kommen. Jedenfalls herrschen auch in der Nacht zum Donnerstag in weiten Teilen der Region Minusgrade. Auch sonst ändert sich wenig: Im Süden zunächst sonnig, ziehen bald überall Wolken auf, die Schnee, Graupel und Regen mit sich führen. Die Temperaturen liegen laut Wetterdienst zwischen 4 und 11 Grad.

          Geburtstag haben am Donnerstag:

          Jürgen Jeske, Ehrenmitglied der Frankfurter Gesellschaft für Handel, Industrie und Wissenschaft, ehemaliger Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (86); Willi Neuberger, ehemaliger Fußballspieler bei Eintracht Frankfurt, Hainburg (75); Hans Burkhardt Ullrich, Gründer und Leiter des Rheingau Gourmet- und Wein-Festivals (73); Thomas Lindner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH (56); Christian Schmid, Vorstandsmitglied der Landesbank Hessen-Thüringen, Aufsichtsratsvorsitzender der GWH Immobilien Holding GmbH, Frankfurt (53); Coskun Yurdakul, Küchenchef im Frankfurter Tigerpalast (45); Christoph Manjura (SPD), Dezernent der Stadt Wiesbaden (39).

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