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Heute in Rhein-Main : Geschäftsreisen vor der Renaissance

Wollen Urlaub machen: Bei einer Kundgebung haben Wohnmobilbesitzer für die Öffnung der Campingplätze demonstriert. Bild: dpa

Eine Demo in Mainz hat sich für die Öffnung der Campingplätze eingesetzt. Die Schlümpfe babbeln ab sofort auch Hessisch. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.

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          Guten Abend,
          wenn man deswegen im Stau stand, war es sicherlich gar nicht lustig, aber unsereiner hätte es ja vom Bürgersteig aus gerne gesehen, wie am Samstag 760 Wohnmobile und Autos mit Wohnwagen hintendran durch Mainz und Wiesbaden gerollt sind, um für die Öffnung der Campingplätze zu demonstrieren. Da war sicher manches urige Gefährt zu sehen. Der Zweck der Übung war, damit Aufmerksamkeit zu erzeugen, was hiermit gelungen ist. Schwieriger ist es, sich eine Meinung zu dieser Forderung zu bilden. Klar, der Abstand lässt sich wohl schon halten auf solch einem Campingplatz. Aber es sind dann eben Leute unterwegs, die sonst zu Hause geblieben wären, und das freut das Virus immer sehr. Bei allen Erfolgen der vergangenen Wochen mit der Impfkampagne sollte doch Vorsicht immer noch erste Bürgerpflicht sein.

          Manfred Köhler
          Stellvertretender Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortlicher Redakteur des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          Aber es ist ja nicht so, dass nur bei den Campern die Ungeduld wächst. Auch in der Wirtschaft ist man es zunehmend leid, Geschäftspartner und auch Kollegen in anderen Niederlassungen nur noch am Bildschirm zu sehen, wie Kollegin Inga Janovic in der Montagsausgabe der Rhein-Main-Zeitung in einem Überblick über den Markt der Geschäftsreisen schreibt. Zwar schwören alle gut aufgestellten PR-Abteilungen in den Konzernen, wegen des Klimaschutzes werde es niemals mehr so viele Geschäftsreisen geben wie vor der Pandemie. Aber andererseits gaben bei einer Befragung doch immerhin vier von zehn Managern an, persönliche Begegnungen seien dringend wieder nötig. Am Frankfurter Flughafen und bei der Lufthansa liest man das bestimmt gern. Denn dass die Touristen wiederkommen, ist offenkundig, seitdem die Deutschen über Ostern Mallorca gestürmt haben. Bei den nicht weniger wichtigen Geschäftsreisenden ist das aber noch keineswegs so klar.

          So, jetzt genug der ernsten Themen. Was haben wir Hessen all die Jahre vermisst? Heinz Schenk auf Hessisch? Gab es ja nie anders. Asterix auf Hessisch? Kann man schon länger kaufen. Die Schlümpfe auf Hessisch? Ja! Das ist neu. Was es damit auf sich hat, schreibt Kollege Florian Balke am Montag in der Rhein-Main-Zeitung. Und weil wir die Frankfurter Allgemeine und nicht die Offenbacher Allgemeine Zeitung sind, haben wir eine Illustration dazugestellt, in der ein Schlumpf eine fiese Mücke dorthin wünscht, wo der Pfeffer wächst: „Fodd mit Dir, du aale Migg! Ab nach Offebach!“

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          Und außerdem erinnert Helmut Schwan in der Montagsausgabe an die Ermordung des FDP-Politikers Heinz Herbert Karry vor 40 Jahren, ein bis heute nicht aufgeklärtes Verbrechen; stellt Petra Kirchhoff auf der Verbraucherseite ein in Frankfurt gegründetes Modelabel vor, das auf Bademode aus alten Fischernetzen setzt; widmet sich Eva-Maria Magel auf der Kulturseite dem internationalen Monty-Python-Tag.

          Einen angenehmen Abend nach diesem wunderbaren Sonn(en)tag wünscht Ihnen Ihr

          Manfred Köhler

          Das Wetter für Montag

          Aus Südwesten dichte Wolken, es folgen ergiebiger Regen und einzelne Gewitter. Dazu 23 Grad. Nachts bleibt es nass und bewölkt.

          Geburtstag haben am Montag

          Joachim Faber, von 2012 bis Mai 2020 Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Börse AG, Frankfurt (71); Harald Habermann (SPD), ehrenamtlicher Stadtrat in Offenbach (70); Karl-Eberhard Schäfer, Gründer der Frankfurter U5 Filmproduktion, ehemaliger Vorsitzender der Vereinigung der Hessischen Filmwirtschaft (70); Peter Seyffardt, Präsident des Rheingauer Weinbauverbands, Eltville (67); Ingolf Kluge, Präsident der Ingenieurkammer Hessen, Wiesbaden (59); Eva Baronsky, in Kronberg lebende Schriftstellerin (53); Tanja Brühl, Präsidentin der Technischen Universität Darmstadt (52).

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