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Heute in Rhein-Main : Einzelhandel fürchtet um Weihnachtsgeschäft

Nicht die einzige Rabattaktion: In vielen Geschäften können Kunden im Dezember sparen. Bild: dpa

Im Dezember lohnt es sich, lokal statt online zu shoppen. Frankfurt fordert eine hohe Geldsumme von der Awo. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.

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          Guten Abend!
          Hätte, hätte, Fahrradlicht. Gut, zugegeben. Das Sprichwort funktioniert nicht ganz so gut. Aber in korrekter Ausführung (Hätte, hätte, Fahrradkette) macht es auch keinen Sinn.

          Marie Lisa Kehler

          Stellvertretende Ressortleiterin des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Denn hätte der Dynamo am Fahrrad nicht endgültig den Geist aufgegeben und hätte ich nicht noch einen Termin gehabt, zu dem ich mit dem Rad fahren wollte, hätte es sich vielleicht gelohnt, die Lampen-Kauf-Aktion auf den rabattträchtigen „Black-Friday“ zu verschieben. Die angekündigte Rabattschlacht (meist im Internet) kann nämlich dazu führen, dass man größere Anschaffungen aufschiebt. Aber: Auch die Einzelhändler vor Ort freuen sich in Pandemiezeiten über jeden Kunden. Nicht nur am Black-Friday, auch am „Grey-Thursday“. Fahrradhändler gehören zwar nicht unbedingt zu den Verlierern der Krise. Aber für mich gilt mehr denn je der Grundsatz: lokal kaufen statt online shoppen. Denn die Einzelhändler vor Ort schlittern von einer Krise in die nächste. Die strengeren Corona-Regeln (nur noch ein Kunde pro 10 beziehungsweise pro 20 Quadratmeter Ladenfläche) treffen die Händler hart. Zudem, so sagt der Geschäftsführer des Handelsverbands Hessen, Sven Rhode, vermissen viele Kunden das Einkaufserlebnis. Wenn Restaurants und Cafés geschlossen bleiben, fehle vielen der Anreiz, in die Stadt zu fahren. Rabatte, so hat unsere Redakteurin Patricia Andreae herausgefunden,  gibt es in diesem Dezember trotzdem. Und zwar unabhängig vom sogenannten „Black-Friday“. Denn viele Händler sind während der Corona-Zeit auf ihrer Ware sitzengeblieben. Die wollen sie jetzt los werden.

          Und da wir schon bei neuen Corona-Regelungen sind. Hier eine Auswahl der wichtigsten Neuerungen in Hessen im Überblick:

          • Schulen: Präsenzunterricht soll die Regel bleiben. Geteilte Klassen kann es geben, muss es aber nicht. Bei mehr als 200 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner sollen die einzelnen Schulen entscheiden, ob sie ihr Hygienekonzept noch einmal verschärfen und Wechselunterricht einführen.
          • Bei einem Corona-Fall in einer Klasse müssen alle Schüler dieser Klasse für fünf Tage in Quarantäne. Für die Eltern der Schüler gilt das nicht. Auch die Lehrer sind von dieser Regelung ausgeschlossen.
          • In Geschäften mit einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern darf nur eine Person je zehn Quadratmetern Verkaufsfläche eingelassen werden. Bei allem, was darüber hinaus noch dazu kommt, ist nur eine Person je 20 Quadratmeter Verkaufsfläche erlaubt.
          • Mund-Nasen-Schutz muss in allen geschlossenen Räumen mit Publikumsverkehr getragen werden.

          Diese und weitere Regeln haben unsere Autoren für Sie zusammengetragen – in verständlicher Sprache, frei von Behördendeutsch.

          Gut übrigens, dass manchmal auch ein Mund-Nasen-Schutz beim Lesen dieser Zeilen getragen wird. Denn das Schnauben, das einem entweichen kann, wenn man die Summe sieht, die die Stadt von der Arbeiterwohlfahrt zurückfordert, könnte zur Tröpfcheninfektion führen. Und das wollen wir nicht. 902.219,60 Euro verlangt Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) von der Awo zurück. Es handelt sich um einen Teil der Zuschüsse, die die Arbeiterwohlfahrt in den Jahren 2017 und 2018 für seine Kindertagesstätten erhalten hat. Geld, das laut einem Gutachten entgegen seiner Bestimmung verwendet worden sein soll. Die Liste der Rückzahlungsforderungen seitens der Stadt an die Awo wird also noch länger. Wie hoch die Summe genau ist, haben Matthias Trautsch und Martin Ochmann zusammengestellt.

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