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Heute in Rhein-Main : Das Homeoffice erregt die Gemüter

Ins Büro oder nicht ins Büro: Viele Arbeitszimmer bleiben wegen Corona leer. Bild: Hannah Aders

Hessische Unternehmen kritisieren die Corona-Verordnung zum Homeoffice. Für die Frankfurter Sozialdemokraten geht es bei der Kommunalwahl um alles oder nichts. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.

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          Guten Abend!
          Mit Sorge haben Vertreter der hessischen Wirtschaft auf die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz zu Corona reagiert. Kritik gab es vor allem an der Verordnung des Bundesarbeitsministers Hubertus Heil (SPD), wonach die Unternehmen mehr Homeoffice möglich machen sollten. Von der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände hieß es dazu, die neue Arbeitsschutzverordnung sei überflüssig, erzeuge Bürokratie und binde unnützerweise Kräfte, die für den Fortbestand der Wirtschaft dringend benötigt würden. Die Betriebe hätten geliefert und ermöglichen überall dort Homeoffice, wo es die Arbeitsaufgabe zulasse. Wir wissen aus dem Dialog mit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, dass dieser Punkt umstritten ist. Auch bei uns in der Redaktion sind wir uns nicht einig: Kennen Unternehmen die betrieblichen Erfordernisse am besten und können diese auch am besten gegen die Infektionsgefahr abwägen? Auf den Standpunkt kann man sich stellen. Daniel Schleidt findet, dass die Politik etwas hilflos agiert.

          Über diejenigen, die da bestimmen, können die Hessen das nächste Mal am 14. März entscheiden. Dann sind rund 4,7 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, ihre Stimme bei den Kommunalwahlen abzugeben. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamts sind darunter mit 100 000 mehr Wahlberechtigten Frauen leicht in der Mehrheit; ihr Anteil beträgt 51 Prozent. 4,3 Millionen haben die deutsche Staatsangehörigkeit, rund 430 000 sind EU-Ausländer – und damit wahlberechtigt. Wie bei den vorangegangenen Wahlen 2016 zeigt sich vor allem, dass die Wahlkämpfer gut daran tun, mit ihren Kampagnen auf die ältere Bevölkerung zuzugehen. Der Anteil Älterer ist groß und leicht gestiegen: Mehr als ein Drittel, exakt 36 Prozent der Wahlberechtigten, ist demnach 60 Jahre oder älter.

          Für die Frankfurter Sozialdemokraten geht es bei dieser Kommunalwahl um alles oder nichts. Alles bedeutet: Die Partei kann wieder in der Stadt mitregieren. Nichts heißt: CDU und Grüne bekommen auch ohne die Sozialdemokraten eine Mehrheit im Römer zustande. Dann würde eine neue Stadtregierung die vier SPD-Dezernenten Sylvia Weber (Bildung), Ina Hartwig (Kultur), Klaus Oesterling (Verkehr) und Mike Josef (Planung) umgehend abwählen – und der direkt gewählte Oberbürgermeister Peter Feldmann stünde als einziger Sozialdemokrat im hauptamtlichen Magistrat alleine da. Längst gibt es in der Partei Planspiele, was dann geschehen könnte. Die Pläne sind sogar recht konkret, wie Florentine Fritzen berichtet. Der Schlüssel zu einer weiterhin starken SPD-Magistratsgruppe könnten die ehrenamtlichen Stadträte sein.

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          Und außerdem ist zu Jahresanfang die Integration der Orthopädischen Universitätsklinik Friedrichsheim in das Klinikum der Goethe-Universität rechtlich und organisatorisch abgeschlossen worden +++ ist bei einem Wohnungsbrand im Westend in der Nacht zum Mittwoch eine Leiche gefunden worden +++ zieht die Diesterwegschule vorübergehend auf das Gelände eines Ponyhofs. In drei Jahren sollen die Container wieder weg sein, aber die Pferde kehren nicht zurück. Rainer Schulze hat sich umgesehen.

          Viele Grüße aus der Redaktion,

          Ihr Carsten Knop

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          Geburtstag haben am
          Donnerstag, 21. Januar

          Evelies Mayer (SPD), emeritierte Professorin am Institut für Soziologie der Technischen Universität Darmstadt, ehemalige hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst (83); Friedel Lutz, ehemaliger Fußballspieler bei Eintracht Frankfurt und früheres Mitglied der  Nationalmannschaft (82); Rolf Dieter Beinhoff, Ehrenpräsident des Hessischen Turnverbands, Frankfurt (81); Peter Walther, Geschäftsführer der Stadtwerke Offenbach Holding GmbH (55).

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