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Heute in Rhein-Main : Das Brückenelend und seine Folgen

Quälender Stau: Die Sperrung der Salzbachtalbrücke hat Folgen für den Verkehr. Bild: Frank Röth

Die Sperrung der Salzbachtalbrücke hat die erwarteten Folgen gezeigt. Es hätte aber noch schlimmer kommen können. Hessen startet eine Kampagne zur Artenvielfalt. Die Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.

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          Guten Abend,
          Chaos ist zunächst einmal ein abstrakter Begriff. Was es heißt, darin zu stecken, diese Erfahrung haben am Montag Tausende Autofahrer, aber auch viele Bahnreisende gemacht. Die Sperrung der Salzbachtalbrücke und die der darunter liegenden Bundesstraße und Bahngleise haben die erwarteten Folgen gezeitigt, wie unser Wiesbadener Korrespondent Oliver Bock und Reporter Matthias Trautsch in der Rhein-Main-Zeitung berichten. Sie waren in Wiesbaden und Umgebung unterwegs und sahen überlastete Ausweichstraßen, lange Staus, sie trafen auf genervte Buspassagiere, ungeduldige Auto- und Lastwagenfahrer. Dennoch: Es hätte schlimmer kommen können, der Verkehr sei nicht wie befürchtet kollabiert. In seinem Kommentar schreibt Oliver Bock, nun müsse endlich Schluss sein damit, bei der Überwachung und Sanierung solcher Bauwerke zu sparen. Und es könne nicht damit sein Bewenden haben, auf allen Ebenen über die Dauer von Infrastrukturprojekten zu stöhnen und dann doch grundlegende Reformen weiter vor sich her zu schieben.

          Helmut Schwan
          Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Dabei kann man mit dem Auto so viel Schönes erleben. Nicht nur, wenn es rollt, auch, wenn es zerlegt in der Garage steht. Diese Erfahrung haben Sepp Baumeister und Torben Zick aus dem Frankfurter Stadtteil Rödelheim gemacht. Ihre schwedische Herzensdame ist Baujahr 1994, ein Volvo 940, Modell „Polar“. Die Nachbarn wollen die „Volovorine“ wieder flott und hübsch machen und sind darüber Freunde geworden. Die Geschichte, die Alex Westhoff erzählt, ist Teil unserer Serie über Menschen, die während des Corona-Lockdowns Projekte in Angriff genommen haben, um die Zeit des Stillstands sinnvoll zu nutzen.

          Ob die Natur sich während der Pandemie etwas erholen konnte, dies zu beurteilen, ist noch viel zu früh. Nicht aber, sich um den Erhalt der Artenvielfalt zu kümmern. Die Landesregierung hat dazu am Montag eine Kampagne vorgestellt. Mit Plakaten und Online-Anzeigen informiert sie, was in Hessen zum Schutz der Artenvielfalt in Feld und Flur unternommen wird. So gibt es etwa seit 2018 in Hessen Feldflurprojekte, die jährlich mit rund 500.000 Euro gefördert werden. Das Engagement der Bürger ist hochwillkommen: Man kann eine Feldhamster-Patenschaft übernehmen oder der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz helfen, den Lebensraum des vom Aussterben bedrohten Tieres zu kartieren. Alles nachzulesen auf der Internetseite biologischevielfalt.hessen.de/feldliebe

          Hauptwache – Der F.A.Z. Newsletter für Rhein-Main

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          Und außerdem hat die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Projekte für Bildung und Engagement im Jahr 2020 mit 7,3 Millionen Euro gefördert, womit die Summe sogar noch über der des Jahres vor der Pandemie lag +++ erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels in diesem Jahr die 1959 im damaligen Südrhodesien geborene Schriftstellerin, Filmemacherin und Dramatikerin Tsitsi Dangarembga +++ kommen an der TU Darmstadt die Arbeiten am Ionenbeschleuniger FAIR voran, allerdings wird die riesige Forschungsanlage teurer als gedacht.

          Geben Sie auf sich acht,

          Ihr Helmut Schwan

          Das Wetter für Dienstag

          Die Nächte bleiben geruhsam, weil kühl, wenn man bis zu 17 Grad so nennen kann. In der Region stabilisiert sich tagsüber ein Mix aus Sonne, Wolken und gelegentlichen Regenschauern oder Gewittern. Die Wetterexperten erwarten, dass die Temperatur am Dienstag höchstens auf 25 Grad steigt.

          Geburtstag haben am Dienstag: Beate Gottschall-von Plottnitz, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Citoyen, Frankfurt (72); Werner Müller (SPD), Fraktionsvorsitzender im Kreistag Offenbach (70); Guido Mockel, Sprecher der Geschäftsführung der Radeberger Gruppe, Frankfurt (50); Yasmil Raymond, Rektorin der Frankfurter Städelschule (44).

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