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Heute in Rhein-Main : Bodenständige Politiker

Die Schüler der Klassen eins bis sechs und Abiturienten der Q2 dürfen wieder zur Schule. Bild: Lucas Bäuml

Ortsbeiräte tragen direkt bei den Wählern zur Kommunalpolitik bei. In Hessen starten Eltern und Kinder mit gemischten Gefühlen in den Wechselunterricht. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.

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          Guten Abend,
          die Kommunalwahlen stehen an, bei denjenigen, die sich wegen Corona um Briefwahlunterlagen bemüht haben, sind sie vermutlich sogar schon präsenter als sonst zur selben Zeit. Und mancher stellt sich die Frage: Kommunalpolitik, was genau ist das eigentlich? Das Wichtigste: Sie findet nicht nur im Römer statt. Es sind die Ortsbeiräte, die sich um genau das kümmern, was unmittelbar vor der Haustür des einzelnen Wählers passiert.

          Cornelia von Wrangel porträtiert zwei Politiker, die Lust dazu haben, in solchen Beiräten Politik zu machen. Der eine ist der sportliche, marathonlaufende Ortsvorsteher Yannick Schwander von der CDU, 32 Jahre alt, aus Nieder-Erlenbach. Der andere ist Wolfgang Menges, SPD-Fraktionsvorsitzender im Ortsteil Harheim, knapp 70 Jahre alt. Wer sie näher kennenlernen will, darf die beruhigende Nachricht mit nach Hause nehmen, dass Politik doch noch sehr viel mit Bodenständigkeit zu tun haben kann, generationenübergreifend.

          Grundsätzlich ist auch die Entscheidung bodenständig, dass ein großer Teil der hessischen Schülerinnen und Schüler jetzt wieder in die Schule gehen kann. Der Wechselunterricht für die Erst- bis Sechstklässler hat begonnen – nach Angaben des Kultusministeriums betrifft das immerhin 47 Prozent aller hessischen Schüler. Sie kommen von jetzt an in halbierten Klassen entweder im tage- oder wochenweisen Wechsel oder täglich für wenige Stunden in den Unterricht. Außerdem kehrten die Zwölftklässler der Qualifikationsphase Q2 in die Schulen zurück – nicht im Wechsel, sondern komplett. Die Eltern können nicht mehr selbst entscheiden, ob sie ihr Kind in die Schule schicken: Es gilt Schulbesuchspflicht. Wollen wir hoffen, dass alles gutgeht. Schön wäre es, denn für die Kinder ist es nicht das Schönste, den ganzen Tag daheim zu sitzen. Wir haben uns das Modell Wechselunterricht einmal genauer angeschaut, bis hin zum Schwimmunterricht.

          Neulich hat ein Kollege gesagt, in diesem Newsletter stehe zu wenig über die Region. „Aber er heißt doch ‚Hauptwache‘“, entgegnete ich – und die stehe nun mal in Frankfurt. „Ja, schon, aber dies ist doch der Newsletter für den gesamten Rhein-Main-Teil der F.A.Z.  – und damit auch für das sogenannte Land“, sagte er dann. Recht hat der Mann, also gelobte ich Besserung und möchte das Versprechen gleich einlösen. Heike Lattka hat sich ein Pilotprojekt in Eppstein angeschaut.

          Dort werden Sensoren an einem Park-and-Ride-Parkplatz angebracht. Sie zeigen bald die Bewegungsdaten der abgestellten Fahrzeuge an, ohne auf das Kennzeichen zuzugreifen. Ziel des bis zum 30. November mit 180.000 Euro finanzierten Projektes ist die Förderung des Umstiegs vom Auto auf den öffentlichen Nahverkehr. So gibt es allein im Rhein-Main-Gebiet 28.000 offizielle und etwa 6000 inoffizielle Park- and-Ride-Plätze, die von Pendlern genutzt werden. Eine Verbesserung des Parkleitsystems an dieser Stelle führt automatisch zu weniger Parksuchverkehr.

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          Und außerdem ist ein 27 Jahre alter Mann vom Landgericht zu sieben Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden, weil er im August 2019 mit einem Mann auf der Motorhaube seines Kleintransporters durch die Innenstadt gefahren war und diesen dabei schwer verletzt hatte +++ ist der 38 Jahre alte Mann, der vor einer Woche mit überhöhter Geschwindigkeit auf die Kreuzung von Mörfelder Landstraße und Oppenheimer Landstraße in Frankfurt-Sachsenhausen gefahren war und dabei zwei Fußgänger erfasst und getötet hatte, am Montag vorläufig in der Psychiatrie untergebracht worden +++ sollen vom nächsten Wochenende an in Hessen niedergelassene Ärzte und medizinisches Personal gegen Corona geimpft werden können.

          Viele Grüße aus der Redaktion,

          Ihr Carsten Knop

          Das Wetter für Dienstag

          Zuerst etwas Nebel, dann viel Sonne, getrübt durch Saharastaub. Höchsttemperaturen um 17 Grad.

          Geburtstag haben am Dienstag, 23. Februar

          Claus Helmer, Direktor des Fritz Rémond Theaters und der Komödie, Frankfurt, Träger der Goethe-Plakette des Landes Hessen und der Ehrenplakette der Stadt Frankfurt (77); Cornelia von Wrangel, Vorstandsvorsitzende des Kuratoriums Kulturelles Frankfurt (70); Karin Wolff (CDU), Geschäftsführerin des Kulturfonds Frankfurt/Rhein-Main, Bad Homburg, ehemalige hessische Kultusministerin (62); Sybille Wegerich, Vorstand der Bauverein AG, Darmstadt (56); Thomas Maagh, Geschäftsführer des Verlags der Autoren, Frankfurt (49); Sven Riebel, Frankfurter Gastronom und Barkeeper (43).

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