https://www.faz.net/-gzg-a9y1s

Heute in Rhein-Main : Aus Click & Meet wird wieder Click & Collect

Am Donnerstag 100 Jahre alt: die Frankfurter Ehrenbürgerin Trude Simonsohn, die Auschwitz überlebte und später Schülern vom Holocaust berichtete Bild: Wonge Bergmann

Auch in Hessen geht der Lockdown weiter. Mit dem Shopping vor Ort ist es erst einmal wieder vorbei. Frankfurts erste Ehrenbürgerin Trude Simonsohn wird 100 Jahre alt. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.

          3 Min.

          Guten Abend,
          der Lockdown reicht auch in Hessen weit über das Osterfest hinaus, (mindestens) bis zum 18. April. Das war schon tief in der Nacht zum Dienstag klar, als die Bund-Länder-Runde nach stundenlangen Verhandlungen verkündete, wie die dritte Corona-Welle doch noch gebrochen werden soll. Bei aller demonstrierten Entschlossenheit und Einmütigkeit sollen den Bundesländern doch noch Spielräume bleiben. Am Dienstagabend teilten Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Gesundheitsminister Kai Klose (Die Grünen) mit, wie sie diese für Hessen gestalten wollen. Im Prinzip, aber wirklich auch nur im Prinzip, bleibt fast alles so, wie es in den vergangenen Wochen war. Allerdings wird das insbesondere der Handel nicht so sehen. Denn aus „Click & Meet“ wird wieder „Click & Collect“: Soll heißen, die Zeit von Stöbern und Anprobieren im Laden ist schon wieder vorbei. Die Ware muss am Computer oder per Telefon bestellt und dann abgeholt werden. Die Hoffnung auf größere Familientreffen zu Ostern ist dahin, auf Feiern und Ferien im Hotel sowieso. Was die für fünf Tage verordnete  „Osterruhe“ bedeute, das müsse Berlin klären, heißt es. Da sind wir mal gespannt. Immerhin bleiben Zoos, botanische Gärten und Museen geöffnet – allerdings nur, soweit sie unter freiem Himmel ihre Exponate zeigen. Weil das alles ziemlich trostlos ist, hat die Landesregierung auch eine Portion Hoffnung mitgebracht. Durch eine „solide Teststrategie“ mit demnächst 500 Teststellen im Land und eine Impfkampagne „nah am Bürger“ sollen bald Lockerungen wieder möglich sein. Bouffier sprach von „Freiimpfen“.

          Helmut Schwan
          Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          So richtig befreit wirken die Grünen in Frankfurt derzeit nicht. Nun ist durch den Übertritt eines künftigen Stadtverordneten, der für die Europa-Liste angetreten war, in die Links-Fraktion sogar eine Koalition Grün-Rot-Rot rechnerisch und offenbar auch gedanklich möglich geworden. Mechthild Harting schreibt in ihrem Kommentar, am Ende werden sich  die Grünen, nun Frankfurts stärkste politische Kraft,  festlegen müssen, ob sie nicht doch eher ein Bündnis mit Parteien eingehen, mit denen sie in der Vergangenheit verlässlich zusammengearbeitet haben, etwa mit der CDU und der FDP. Diese Koalition hätte zumindest den Charme, dass die Grünen in einer solchen Konstellation immer die jungen Wilden wären.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Deutsche Einzelkritik : Müller nervt Portugal, Gosens ragt heraus

          Beim Sieg über Portugal macht Robin Gosens wohl die Partie seines Lebens. Auch andere DFB-Akteure zeigen sich deutlich verbessert. Aber einer scheint nicht der Lieblingsspieler von Bundestrainer Joachim Löw zu sein.
          Vollelektrisch: Der Porsche Taycan Cross Turismo

          Sportwagenhersteller : Klimamanöver im Porsche-Tempo

          Die Hälfte der Porsche-Belegschaft wird in fünf Jahren eine andere Arbeit machen als heute. Es ist klar, was daraus folgt.
          Zurzeit ein teurer „Spaß“: Häuser in einem Neubaugebiet in Frankfurt am Main

          Hauskauf in der Metropole : Wenn das Eigenheim nur eine teure Seifenblase ist

          Ist es sinnvoll, wenn sich Eltern an der Finanzierung von Eigenheimen ihrer Kinder beteiligen? Nicht immer – denn auch Gutverdiener können sich in Großstädten nicht ohne weiteres ein Reihenhaus leisten, wie unser Kolumnist vorrechnet.