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Heute in Rhein-Main : Die Angst vor Astra-Zeneca

Oft verweigert: Astra-Zeneca Impftermine in Hessen verfallen häufig. (Symbolbild) Bild: dpa

Viele Hessen verweigern eine Impfung mit dem Wirkstoff von Astra-Zeneca. Die hessische Natur-Lotterie erzielt nicht die erhofften Umsätze. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.

          2 Min.

          Guten Abend,
          Sind Sie schon geimpft? Mit Astra-Zeneca? Wer auch die zweite Frage mit Ja beantwortet, erntet oftmals bewundernde Blicke für seinen vermeintlichen Mut. Der Ruf der britisch-schwedischen Substanz bleibt bei vielen ruiniert, da können Wissenschaftler noch so oft darüber reden, dass die Gefahr, an Corona zu erkranken, ungleich höher sei als das Risiko einer schlimmen Nebenwirkung. Die Ärzte in den Impfzentren machen jeden Tag die Erfahrung, dass sehr viele Bürger, denen angekündigt wurde, ihnen werde Astra-Zeneca verabreicht, erst gar nicht zum Termin erscheinen. Monika Ganster hat sich bei Ämtern und Impfzentren umgehört. In ihrem Kommentar schreibt sie, wer Bedenken gegen das Präparat Vaxzevria habe, der könne ja einen Schritt zurücktreten und andere vorlassen, die dem Impfstoff vertrauten. Und sie zieht einen eingängigen Vergleich: Es sei wie mit Eintrittskarten für ein begehrtes Benefizkonzert, das man selbst nicht besuchen könne: „Auch wenn die Karten umsonst waren - nur Egoisten lassen ihre Sitzplätze leer. Menschenfreunde sagen ab, um andere in den Genuss kommen zu lassen.“

          Helmut Schwan
          (hs.), Rhein-Main-Zeitung

          Die Pandemie hat ihre ästhetischen Seiten. Sie erschließen sich, wenn man, wie unser Fotograf Finn Winkler, mit offenen Augen unterwegs ist. Wir zeigen seine Impressionen der vergangenen Monate. Im Panoptikum des Stillstands sind auch ein Fährmann, ein Apfelweinwirt und eine Bibliothekarin in ihrer Einsamkeit zu sehen.

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