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Schachspieler in Not : Für einen Trainer reicht das Geld nicht

  • -Aktualisiert am

Klein aber ambitioniert: Die jungen Schachspieler des SV 1920 Hofheim träumen von der Bundesliga. Bild: Michael Kretzer

Der Hofheimer Schachverein kämpft in der Bundesliga finanziell ums Überleben. Geldgeber sind rar, denn in ihren Augen ist Schach kein richtiger Sport.

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          Aufgabe neun ist eine harte Nuss. Läufer schlägt Springer, Dame schlägt Läufer. „Der erste Zug ist falsch“, unterbricht David Lobzhanidze. Also alles wieder auf Anfang, Natascha und Tamara, elf und 14 Jahre alt, beginnen von vorne. Neun verschiedene Szenarien müssen die Nachwuchsspieler des Hofheimer Schachvereins an diesem Tag beim Jugendtraining lösen. Meist stehen nur noch wenige Figuren auf dem Brett, und innerhalb weniger Züge muss das Spiel beendet sein. „Matt in drei“, gibt Jugendtrainer Lobzhanidze vor. Inzwischen grübeln noch ein Mädchen und ein Junge über dem Schachbrett – sie seufzen verzweifelt. Die Aufgaben zuvor haben Natascha und Tamara souverän gelöst: Ohne langes Zögern haben sie die Figuren gezogen und die Szenarien innerhalb weniger Sekunden durchgespielt. Nur bei Aufgabe neun hakt es. Bis Natascha dann nach einiger Zeit doch noch einen Weg findet – wie sie zur Lösung gekommen ist, bleibt dem Laien verborgen.

          Etwa 20 Kinder sind an diesem Tag zum Jugendtraining des SV 1920 Hofheim gekommen. Einige von ihnen spielen vor dem Haus auf einem großen Gartenschachfeld, in dem Raum, in dem auch Natascha und Tamara sitzen, trainieren die Kinder, die schon an Turnieren teilnehmen. Ihr Ziel: in ein paar Jahren für ihren Verein in der ersten Schach-Bundesliga antreten.

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