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Botschafter der Musik : Hessischer Jazzpreis für Tony Lakatos

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Für seine Leistung geehrt: Saxofonist Tony Lakatos Bild: Foto privat

Der Saxofonist Tony Lakatos ist von Frankfurt aus als international gefragter Solist tätig. Jetzt wird er vom Land Hessen für seine Verdienste geehrt.

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          Der Hessische Jazzpreis geht in diesem Jahr an den Frankfurter Saxofonisten Tony Lakatos. Der Musiker, der seit Jahrzehnten in Frankfurt lebt, ist seit 1993 Mitglied der Bigband des Hessischen Rundfunks, darüber hinaus wirkt er in zahlreichen hiesigen und internationalen Konstellationen des Jazz.

          Lakatos, der aus der gleichnamigen ungarischen Geiger-Dynastie stammt, die heute sein Bruder Roby international vertritt, wurde am 13. November 1958 in Budapest geboren. Wie beinahe alle in der Familie lernte er zunächst das Geigenspiel, erst als Teenager wandte er sich dem Saxophon zu und studierte am Bela-Bartók-Konservatorium in Budapest.

          Schon 1979, als frischer Absolvent, erschien seine erste Platte, eine internationale Karriere begann, die Lakatos seit 1981 von Deutschland aus verfolgt. Auf rund 300 Alben hat er gespielt oder mitgespielt, er tritt neben der HR-Bigband in eigenen Formationen vom Duett bis zum Quintett auf und spielt als Gastmusiker und auf den Alben von Kollegen. Die Frankfurter schätzen ihn als regelmäßigen Gast im Jazzkeller. „Die Liste der MusikerInnen, mit denen er gespielt hat, ist lang und illuster, sein leuchtender Ton macht ihn unverwechselbar“, so die unabhängige Jury, die Lakatos den mit 10.000 Euro dotierten Preis zuerkannte.

          Die hessische Kunstministerin Angela Dorn (Grüne) lobte anlässlich der Preisverkündung Lakatos’ „glühendes Saxofonspiel“, er sei „ein leidenschaftlicher, begeisternder Musiker und ein großartiger Botschafter des Jazz“.

          Wegen der Corona-Pandemie kann der Hessische  Jazzpreis, der seit 1990 vom Land vergeben wird, nicht öffentlich überreicht werden, auch der Termin für das Preisträgerkonzert steht noch nicht fest.

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