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Kämpferin gegen Folter : Türkische Ärztin bekommt Hessischen Friedenspreis

  • Aktualisiert am

Im Kampf gegen Folter: Die türkische Ärztin Sebnem Korur Fincanci bekommt den Hessischen Friedenspreis. Bild: dpa

Seit Jahren kämpft Sebnem Korur Fincanci in der Türkei gegen Menschenrechtsverletzungen. Für ihren Einsatz wurde der türkischen Ärztin nun der Hessische Friedenspreis verliehen.

          Für ihren mutigen Einsatz gegen Folter und ihren Kampf für die Menschenrechte ist die türkische Ärztin Sebnem Korur Fincanci am Mittwoch in Wiesbaden mit dem Hessischen Friedenspreis ausgezeichnet worden. „Wir ehren eine Frau, die mit der Menschenrechtsstiftung der Türkei Folter dokumentiert und Folteropfern hilft“, sagte Landtagspräsident Norbert Kartmann (CDU). Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) ergänzte, dass aufgrund ihres Einsatzes das sogenannte „Istanbul Protokoll“ verfasst wurde, das mittlerweile als internationales Standardwerk der Vereinten Nationen zur Untersuchung und Dokumentation von Folterspuren weltweit anerkannt sei.

          Fincanci gilt als eine der führenden Friedens- und Menschenrechtsaktivistinnen in ihrem Heimatland. Die Laudatio hielt der frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirchen in Deutschland, Wolfgang Huber. Er lobte die Preisträgerin mit den Worten: „Sie ist ein leuchtendes Beispiel für eine Medizin, die sich gesellschaftlicher Verantwortung stellt.

          Fincanci bedankte sich für die Auszeichnung. „Dieser Preis hat für mich eine besondere Bedeutung und gibt mir viel Kraft“, sagte sie und fügte an: „Er setzt ein wichtiges Zeichen für alle, die sich für Menschenrechte einsetzen.“ Der Hessische Friedenspreis ist mit 25.000 Euro dotiert.

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