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Hessischer Demografie-Preis : Der etwas andere „Marktwert“

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Die nordhessische Gemeinde Datterode hat mit seinem Dorfzentrum etwas Besonderes geschaffen: einen Laden, der die Dörfler mit dem Nötigsten versorgt und Treffpunkt ist. Aus Sicht des Landes liegt sein „Marktwert“ bei 12.000 Euro.

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          Ein Laden, der die Grundversorgung im Dorf sichert, und ein dazugehöriges Café als Treffpunkt für Jung und Alt: Mit seinem Dorfzentrum „Marktwert“ hat die nordhessische Gemeinde Datterode den diesjährigen Demografie-Preis des Landes Hessen gewonnen. Der Ort darf sich jetzt über 12.000 Euro freuen. Der gesellschaftliche Wandel mit der wachsenden Alterspyramide sei eine der größten Herausforderungen unserer Zeit, sagte der Chef der Staatskanzlei, Axel Wintermeyer (CDU), bei der Preisverleihung. Insgesamt haben sich 101 hessische Initiativen für den mit insgesamt 30.000 Euro dotierten Preis beworben.

          Das 2010 eröffnete Dorfzentrum in Datterode wird von der Bevölkerung sehr gut angenommen - auch weil ein Bürgerbus die Anwohner aus den umliegenden Ortsteilen ins „Marktwert“ bringt. Der zweite Preis über 7000 Euro ging an das „Familienhaus Neuenbrunslar“ im nordhessischen Felsberg, das mit einer Verknüpfung von Kindergärten und Grundschule eine ganztägige Betreuung anbietet. Auch die Vereine wie die Feuerwehr sind in das Projekt eingebunden, um Familien oder Alleinerziehende zu entlasten.

          Mit dem dritten Preis, der mit 3000 Euro dotiert ist. wurde ein „Mehrgenerationenplatz“ in Alheim im Nordosten Hessens ausgezeichnet. Vom Kinderspielplatz bis zur Boulebahn und dem Amphitheater wird dort allen was geboten. Die Dorfgemeinschaft hat selbst das Projekt gestaltet. Ebenfalls einen dritten Preis erhielten die Bürger des nordhessischen Ortes Wanfried, die sich der vom Leerstand bedrohten Häuser in ihrem Dorf annehmen. Durch Beratung und Vermittlung einer Bürgergruppe gingen 25 Häuser bereits in neue Hände über. Auch die örtlichen Handwerker profitierten von den Sanierungen.

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