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Hessische Kultusministerin : Lindner will Beer als FDP-Generalsekretärin

  • -Aktualisiert am

Lindners Liebling: Nicola Beer soll FDP-Generalsekretärin werden, wie es heißt Bild: dpa

Die hessische Kultusministerin Nicola Beer soll nach F.A.Z.-Informationen neue FDP-Generalsekretärin im Bund und dem Vernehmen nach auch Landesvorsitzende in Hessen werden.

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          Die hessische Kultusministerin Nicola Beer soll an der Seite des designierten Bundesvorsitzenden Christian Lindner neue Generalsekretärin der  FDP werden. Dies wurde der F.A.Z. aus Kreisen der hessischen FDP bestätigt. „Das ist eine positive Nachricht für die Partei“, hieß es aus dem Landesverband. Anders als die Bundespartei hatte die hessische FDP äußerst knapp mit fünf Prozent den Wahlsonntag am 22. September parlamentarisch überlebt.

          Thomas Holl

          Redakteur in der Politik.

          Der nordrhein-westfälische FDP-Vorsitzende Lindner will dem Vernehmen nach die 43 Jahre alte Politikerin an diesem Freitag in Berlin auf einer Pressekonferenz als seine Kandidatin für den Generalsekretärsposten vorstellen. Bisher hatte der niedersächsische FDP-Politiker Patrick Döring dieses Amt inne. Döring hatte zusammen mit dem bisherigen Parteivorsitzenden Philipp Rösler und Spitzenkandidat Rainer Brüderle die politische Verantwortung für das Wahldebakel übernommen und seinen Rücktritt erklärt.

          Beer auch Landesvorsitzende in Hessen?

          In den Tagen zuvor war auch der mit Lindner befreundete hessische Wirtschaftsminister Florian Rentsch als neuer Generalsekretär im Gespräch- Lindner hatte sich jedoch als eine der Lehren für den Neuaufbau der FDP die Berufung von deutlich mehr Frauen in Spitzenpositionen der Partei angekündigt. In Hessen soll Nicola Beer dem Vernehmen nach auch die Nachfolge des ebenfalls aus seinem Amt ausscheidenden Jörg Uwe Hahn antreten, während Rentsch mit der Konstitutierung des neuen Landtags am 18. Januar abermals den Fraktionsvorsitz übernehmen soll.

          Am 23. November will die hessische FDP auf einem Landesparteitag in Gießen den neuen Landesvorstand wählen und über die Konsequenzen aus dem Wahlausgang debattieren. Bei der Landtagswahl hatte die seit 2009 in Wiesbaden regierende schwarz-gelbe Koalition von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) ihre Mehrheit verloren. Kurz vor der Wahl hatte sich die FDP mit einem einstimmigen Parteitagsbeschluss darauf festgelegt, nur mit der CDU zu regieren oder in die Opposition zu gehen.

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