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Stromversorger erhöhen Preise : Sparen lässt sich nicht nur durch den Wechsel des Anbieters

Anbieterwechsel leicht gemacht: Die Kündigungsfrist beim Stromversorger beträgt meist nur zwei Wochen. Bild: dpa

Obwohl die Stromhandelspreise bundesweit gesunken sind, planen hessische Grundversorger Preiserhöhungen um durchschnittlich 6,6 Prozent. Ein Tarifwechsel kann sich sogar beim selben Anbieter lohnen.

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          So informationsfreudig der Stromversorger Mainova sonst ist, so schweigsam wird das kommunale Unternehmen immer dann, wenn es nach der Zahl seiner Kunden im Grundtarif gefragt wird. Bundesweit sind nach Angaben der Bundesnetzagentur mehr als ein Viertel aller Haushalte in der Grundversorgung. Und gerade sie müssen in Hessen im Jahr 2020 mit Mehrausgaben rechnen. Um durchschnittlich 6,6 Prozent würden die Stromversorger in Hessen die Grundtarife erhöhen, meldet das Preisvergleichsportal Verivox. Dieser Preisanstieg sei der höchste aller Bundesländer – in Schleswig-Holstein etwa seien es nur 4,2 Prozent. Und das, so das Portal, obwohl die Stromhandelspreise deutlich gefallen seien.

          Falk Heunemann

          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          „Ein Lieferanten- oder Vertragswechsel für Haushaltskunden in der Grundversorgung lohnt fast immer“, hebt die Bundesnetzagentur hervor. Das zeigt das Beispiel Mainova: Ein Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden würde bei dem Frankfurter Unternehmen 1346 Euro im Grundversorgertarif „Classic“ zahlen. Schon im Mainovatarif „Direkt“ sind es dagegen nur 1200 Euro im Jahr. Allein ein Tarifwechsel beim selben Anbieter kann also viel Geld sparen. Der günstigste Mitbewerber des Grundversorgers verlangt für diese Menge Energie sogar weniger als 1170 Euro – dabei kommt der gleiche Strom aus der Steckdose. Durch wenige Minuten Recherche und einen Telefonanruf oder ein Schreiben lassen sich also leicht 150 Euro im Jahr und mehr sparen, je nach Stadt und Haushaltsgröße.

          Der Wechsel aus Grundversorgertarifen ist besonders einfach. In der Regel beträgt die Kündigungsfrist zwei Wochen. Und bei Preiserhöhungen, auch in anderen Tarifen, gibt es generell ein Sonderkündigungsrecht, mit dem lange Vertragslaufzeiten nichtig werden.

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