https://www.faz.net/-gzg-9d9sc

Landtagswahlkampf : Hessische Grüne verzichten auf Koalitionsaussage

  • Aktualisiert am

„Wir sind nicht Schwarz-Grün, nicht Rot-Grün, nicht Rot-Rot-Grün und nicht Jamaika“: Priska Hinz und Tarek Al-Wazir Bild: dpa

Ohne Koalitionsaussage gehen Hessens Grüne in den Landtagswahlkampf. „Wir sind nicht Schwarz-Grün, nicht Rot-Grün, nicht Rot-Rot-Grün und nicht Jamaika“, sagt Spitzenkandidat Al-Wazir.

          Hessens Grüne wollen in ihrem Landtagswahlkampf nicht für eine Fortsetzung der Regierungskoalition mit der CDU werben. Die Grünen seien eine unabhängige und selbstständige Partei, sagte Spitzenkandidatin und Umweltministerin Priska Hinz in Wiesbaden bei der Präsentation der Wahlkampfkampagne. „Wir sind nicht Schwarz-Grün, nicht Rot-Grün, nicht Rot-Rot-Grün und nicht Jamaika“, erklärte auch der zweite Spitzenkandidat, Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir, den Verzicht auf eine Koalitionsaussage.

          Der stellvertretende Ministerpräsident verwies auf die guten Umfragewerte der Grünen und den Mitgliederzuwachs. „Wir haben in Hessen jetzt 5531 Mitglieder - so viele wie noch nie.“ Punkten will die Partei nach Angaben der beiden Landesvorsitzenden Angela Dorn und Kai Klose bei den Wählern vor allem mit folgenden Themen: Einer starken Förderung von Bus, Bahn und Radfahrern, gesunden Lebensmitteln, guten Schulen mit noch besseren Betreuungsangeboten, bezahlbarem Wohnraum sowie Akzeptanz und Vielfalt.

          400 Termine im Land

          Die beiden Spitzenkandidaten Hinz und Al-Wazir werden auf ihrer Wahlkampftour durch Hessen ab Mitte September rund 400 Termine im Land wahrnehmen. Zur Unterstützung werden den Angaben zufolge auch die Bundesparteivorsitzenden Robert Habeck und Annalena Baerbock sowie der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann nach Hessen kommen.

          Die Landtagswahl ist in Hessen am 28. Oktober. Bei den jüngsten Umfragen rangierten die Grünen bei 14 Prozent der Stimmen. Eine Fortsetzung des Bündnisses mit der CDU ist nach den Werten derzeit nicht möglich, sondern rechnerisch nur eine großen Koalition oder ein Jamaika-Bündnis aus CDU, Grünen und FDP. Bei der Landtagswahl im Jahr 2013 hatte die Partei 11,1 Prozent erzielt.

          Weitere Themen

          Das gefährliche Spiel der SPD

          Mitgliederentscheid : Das gefährliche Spiel der SPD

          Mit einem „Fest der innerparteilichen Demokratie“ will die SPD ihre neue Parteiführung bestimmen. Doch das birgt diverse Risiken – und könnte die neue Spitze schnell wieder in die Bredouille bringen.

          Topmeldungen

          Charismatisch und skrupellos : Was will Boris Johnson?

          Er ist Held der englischen Nationalisten und Favorit für den Vorsitz der Konservativen. Einen echten Plan für den Brexit hat der begabte Scharlatan noch immer nicht.

          FAZ Plus Artikel: Eurofighter-Absturz : 50 Meter an der Katastrophe vorbei

          Ein Pilot stirbt, einer ist schwer verletzt – schlimm genug. Bei der Suche nach Wrackteilen der abgestürzten Eurofighter in Mecklenburg zeigt sich, dass es noch schlimmer hätte kommen können.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.