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Hessens Ministerpräsident : Volker Bouffier an Hautkrebs erkrankt

Diagnose Hautkrebs: Volker Bouffier muss sich einer Strahlentherapie unterziehen. Bild: dpa

Volker Bouffier ist an Hautkrebs erkrankt. Der hessische Ministerpräsident soll sich bereits einer Behandlung unterzogen haben.

          Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier ist an begrenztem Hautkrebs erkrankt. Wie Regierungssprecher Michael Bußer gestern mitteilte, hat der 67 Jahre alte Unionspolitiker sich wegen eines unklaren Nasenbefundes einem Eingriff unterzogen. Bei der feingeweblichen Untersuchung sei die Erkrankung festgestellt worden.

          Ewald Hetrodt

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung in Wiesbaden.

          Sie solle durch eine Strahlentherapie geheilt werden, die bereits begonnen habe, so Bußer. Die ambulante Behandlung erlaube es, das Bouffier seine Amtsgeschäfte fortführe. Soweit sie es zulasse, werde der Regierungschef auch öffentliche Termine wahrnehmen. Wie berichtet, hatte Bouffier Mitte Februar nicht an dem Landesparteitag der CDU zur Europawahl teilgenommen und seine Abwesenheit mit einer Nasenoperation begründet.

          Bevor Bußer gestern die Öffentlichkeit informierte, hatte Bouffier selbst die Vorsitzenden der Landtagsfraktionen unterrichtet. Aus deren Reihen kamen schriftliche Genesungswünsche. Bouffiers Offenheit und Souveränität im Umgang mit der Erkrankung verdienten Respekt und Anerkennung, meinte der SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel.

          „Wir respektieren seine Entscheidung, das Amt des Ministerpräsidenten fortführen zu wollen“, meinte der Chef der FDP-Fraktion, René Rock. Bouffier solle sich die notwendige Zeit nehmen, um wieder gesund zu werden. Michael Boddenberg, der Fraktionschef der CDU, sagte: „Wir kennen Volker Bouffier als absolute Kämpfernatur und wissen um seine Stärke und seinen Willen, auch mit schwierigen Situationen umzugehen.“

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