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Delegationsreise geplatzt : Puttrich wertet Absagen aus Türkei als Brüskierung

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Ernüchtert: Lucia Puttrich, Hessens Europaministerin Bild: Frank Röth

Lucia Puttrich wollte in Hessens türkischer Partnerregion die Lage sondieren. Es werde kein Höflichkeitsbesuch, hatte sie vorab klargemacht. Dass die türkische Seite kurzfristig einige Termine strich, stößt ihr sauer auf.

          Die hessische Europaministerin Lucia Puttrich (CDU) hat die kurzfristige Absage von Gesprächen in der Türkei als „Brüskierung“ der Landesregierung bezeichnet. Die regionale Partnerschaft mit Bursa sehe sie derzeit in „schwierigen“ Umständen. Puttrich war am Sonntag nicht wie geplant mit einer Delegation in die Türkei gereist, nachdem ein Treffen mit dem Gouverneur von Bursa, Izzettin Küçük, von türkischer Seite kurzfristig von dem Besuchsplan genommen worden war.

          Küçük gehört der islamisch-konservativen Partei AKP des Präsidenten Recep Tayyip Erdogan an. Die Absage sei mit einem Verweis auf den gescheiterten Putschversuch im Juli erklärt worden, sagte Puttrich. Auch ein Gespräch mit Vertretern eines türkischen Flüchtlingsamtes sollte nicht mehr stattfinden.

          Die Ministerin wollte unter anderem auch mit Nichtregierungsorganisationen und christlichen Kirchen sprechen. Sie hatte angekündigt, sich nach dem Schicksal des früheren Gouverneurs von Bursa, Sahabettin Harput, zu erkundigen. Er war nach dem Putschversuch verhaftet worden. Nach ihren Informationen wird Harput derzeit in einem Bürogebäude zusammen mit anderen politischen Häftlingen festgehalten, sagte Puttrich.

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