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Hessen : Justizministerin will Flüchtlinge stärker kontrollieren

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„Wir wissen teilweise doch gar nicht, wer bei uns im Land ist“: Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörman spricht sich für stärkere Kontrolle von Flüchtlingen aus. Bild: dpa

Hessens Justizministerin Kühne-Hörmann spricht sich für eine strengere Überprüfung von Flüchtlingen aus. Denn oft würden Asylbewerber aus Syrien „einfach durchgewunken“.

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          Die hessische Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) hat sich für einen strengeren Umgang mit Flüchtlingen ausgesprochen. „Wir wissen teilweise doch gar nicht, wer bei uns im Land ist“, sagte die CDU-Politikerin der „Hessischen Niedersächsischen Allgemeinen“ (Freitag). Die Identität von Flüchtlingen müsse schneller überprüft werden: Dazu gehöre es, den Fingerabdruck zu nehmen, die Herkunft zu klären und zu überprüfen, ob der Asylbewerber nicht radikal sei.

          Insbesondere Flüchtlinge aus Syrien würden häufig „einfach durchgewunken“, sagte Kühne-Hörmann. Dabei sei meist nicht einmal klar, ob es sich wirklich um einen Flüchtling aus diesem Gebiet handele. Anhörungen, wie sie im Zuge das Asylbewerberverfahrens beim Bundesamt für Migration (Bamf) vorgesehen sind, würden teilweise nicht mehr stattfinden. So sei etwa die Herkunft des Attentäters von Würzburg, der in einer Regionalbahn mit einer Axt auf mehrere Personen losging, immer noch nicht eindeutig geklärt - obwohl er im Juni 2015 nach Deutschland eingereist sei.

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