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Rotwild bevorzugte Beute : Die Wolfsfamilie bekommt wieder Nachwuchs

  • -Aktualisiert am

Raubtier im Hinterlandswald: die im Rheingau sesshaft gewordenen Wölfe sind bisher nicht negativ in Erscheinung getreten. Bild: dpa

Die erste neu angesiedelte hessische Wolfsfamilie erwartet in diesen Tagen zum zweiten Mal Nachwuchs. Aber warum fühlt sie sich im Rheingauer Hinterlandswald so wohl?

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          Jan Stetter erfreut sich an der atemberaubenden Kulisse des Hinterlandswaldes. Unterhalb des Felssporns, von dem aus er die Landschaft genießt, raschelt es im Gebüsch. „Wildschwein oder Hirsch“, sagt der Leiter des Forstamts Rüdesheim mit dem geübten Gehör des Jägers. Stetter, 45 Jahre alt und erst seit 2020 im neuen Amt, hat uns zu einem seiner besonders geschätzten Aussichtspunkte geführt. Wer hier einen Ausschnitt des mit mehr als 20.000 Hektar größten zusammenhängenden Waldgebietes in Hessen in den Blick nimmt, der ahnt, warum die erste Wolfsfamilie im Bundesland hier sesshaft geworden ist.

          Oliver Bock
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Rheingau-Taunus-Kreis und für Wiesbaden.

          Der Hinterlandswald, der zum größten Teil im Besitz der Rheingauer Kommunen ist, wird nur von wenigen Verkehrswegen durchschnitten. Auch die Zahl der Siedlungen in dem von Laubholz dominierten, naturnah bewirtschafteten Forst ist überschaubar. Dafür ist der Wildreichtum so groß, dass er den Förstern seit Jahren große Sorgen bereitet. Wie zum Beleg schaut ein neugieriges Reh kurz vorbei, beäugt den Förster misstrauisch und verschwindet ebenso rasch wieder im Unterholz.

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