https://www.faz.net/-gzg-9obs4

Kontakt zu Eltern und Schülern : Hessens Datenschutzbeauftragter warnt vor Whatsapp an Schulen

  • Aktualisiert am

Whatsapp an Schulen: Hessischer Datenschutzbeauftragter warnt vor den sozialen Medien. Bild: dpa

Ist im digitalen Zeitalter Kontakt zwischen Lehrern, Schülern und Eltern noch ohne Whatsapp möglich? Der hessische Datenschutzbeauftragte warnt vor den Folgen.

          Der hessische Datenschutzbeauftragte warnt Lehrer davor, über den Messengerdienst Whatsapp mit Eltern und Schülern zu kommunizieren. „Für die Nutzung von Whatsapp für schulische Aufgaben gibt es keine Rechtsgrundlage“, erklärte der oberste Datenschützer des Landes, Michael Ronellenfitsch, am Montag in Wiesbaden.

          Viele Lehrkräfte vermittelten den Eindruck, als sei es ohne diesen Dienst nahezu unmöglich, mit Eltern und Schülern in Kontakt zu treten. Teilweise würden Vorgaben des Kultusministeriums ignoriert, heißt es im jüngsten Bericht des Datenschutzbeauftragten für 2018.

          Ronellenfitsch kritisierte unter anderem, dass Whatsapp über eine Vielzahl von Daten seiner Nutzer verfüge und damit teils detaillierte Beziehungs- und Interessensprofile bilden könne. Außerdem würden mit der Anmeldung automatisch alle im Mobiltelefon gespeicherten Kontakte an den Anbieter übertragen.

          Geschehe dies ohne Einwilligung der Betroffenen, bestehe die Gefahr, kostenpflichtig abgemahnt zu werden, warnte Ronellenfitsch und berief sich unter anderem auf ein Urteil des Amtsgerichts Bad Hersfeld aus dem Jahr 2017.

          Weitere Themen

          Im Schatten Munchs

          Landschaftsmaler Sohlberg : Im Schatten Munchs

          In seiner Heimat ein Star: In Wiesbaden ist das Werk des Landschaftsmalers Harald Sohlberg zu sehen. Ein Ausblick auf Norwegen, im Herbst Gastland der Frankfurter Buchmesse.

          Waldsterben in Deutschland Video-Seite öffnen

          Trockenheit und Hitze in den Wäldern : Waldsterben in Deutschland

          Im Stadtwald Frankfurt geht es den befallenen Bäumen an den Kragen, während Forstwirte und Wissenschaftler der Goethe-Universität versuchen, südländische Baumarten anzusiedeln. Eine neue Hoffnung? Ein Ortsbesuch.

          Topmeldungen

          Missbrauchsfall Lügde : Angeklagter zu Bewährungsstrafe verurteilt

          Der Mann soll nicht direkt an dem Missbrauch beteiligt gewesen sein, sondern per Webcam zugeschaltet. Ein Gutachter hatte ihn für voll schuldfähig erklärt. Die Vorsitzende Richterin nannte die Taten „schäbig und menschenverachtend“.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.