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Unwetter- und Stauwarnung : Schneefront erreicht Hessen

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Die Räumdienste dürften in Hessen in den nächsten Tagen einiges zu tun haben. Bild: dapd

In den nächsten Tagen fällt in Hessen eine Menge Schnee. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Unwettern, der ADAC vor Verkehrschaos. Ob es aber weiße Weihnachten gibt, ist immer noch ungewiss.

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          Die Schneefront von Tief „Petra“ traf am Donnerstagmittag in Nordhessen ein, für das ganze Land gilt eine Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Bis zu 20 Zentimeter Neuschnee seien innerhalb weniger Stunden zu erwarten, dazu Sturm mit Schneeverwehungen auf den Bergen.

          Schon vor den neuen Schneefällen lag reichlich Schnee in den hessischen Höhenlagen: 53 Zentimeter auf der Wasserkuppe in der Rhön und 20 Zentimeter im Taunus. Die Kreisverwaltung von Waldeck-Frankenberg stellte es den Schulen wegen der absehbaren Verkehrsprobleme frei, die Kinder nach der vierten Stunde nach Hause zu schicken.

          Staus zu den Weihnachtsferien

          Winterwetter und Weihnachtsurlauber können zu Beginn der Schulferien in Hessen für Beeinträchtigungen auf den Autobahnen sorgen. Für die rund 613 500 Schüler beginnen an diesem Freitag nach der dritten Stunde die Ferien. Außer in Hessen fingen auch im Saarland, den Niederlanden, Frankreich, Skandinavien und der Schweiz die Weihnachtsferien an, mahnt der ADAC. Auf den Zufahrtsstraßen in die Wintersportgebiete - besonders der A5 in Richtung Basel - kann daher viel Verkehr unterwegs sein. Der ADAC appelliert an Autofahrer, die in die Alpenländer wollen, an Schneeketten zu denken und Lawinenwarnungen zu beachten.

          Auch Einzelhandel und Polizei erwarten am letzten Wochenende vor Weihnachten ein größeres Verkehrsaufkommen. Viele Menschen wollten noch Geschenke besorgen oder die Weihnachtsmärkte besuchen. Der Frankfurter Flughafen rechnet zwar mit mehr Passagieren als sonst, aber nicht mit extremem Andrang. „Wir erwarten eine kleine saisonale Spitze, die aber nicht mit dem Sommerreiseverkehr vergleichbar ist und daher keine besonderen Maßnahmen erfordert“, sagte Wolfgang Schwalm, Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport. So würden an den Tagen bis Weihnachten jeweils 130 000 bis 150 000 Passagiere erwartet, im Sommer seien es bis zu 180 000.

          Prognose: „Weihnachtstauwetter“

          Ob sich die weiße Pracht bis Weihnachten hält, war auch eine Woche vor dem Fest noch unsicher: Für die Feiertage deute sich in den Computermodellen eine Milderung an, sagte DWD-Meteorologin Dorothea Paetzold. Dieses bei Wetterforschern bekannte „Weihnachtstauwetter“ hatte auch im vergangenen Jahr den Schnee rasch schmelzen lassen. In Deutschland gebe es um die Feiertage oft einen solchen Warmlufteinbruch, genaue Prognosen seien erst vier Tage im Voraus möglich, sagte Paetzold.

          Vorerst bleibt es winterlich. Am Freitag zieht das Schneefallgebiet allmählich nach Südosten ab. Die Temperaturen bleiben auch tagsüber unter null Grad, nachts kann es bei zweistelligen Minusgraden bitter kalt werden. Am Wochenende schneit es wieder, die Temperaturen bleiben im Keller.

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