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Unwetter über Hessen : Keller überflutet - Dachstühle in Brand

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Wasser sprudelte kurz nach Mitternacht im Frankfurter Stadtteil Bockenheim an einer Kreuzung und S-Bahn-Unterführung aus einem Kanal Bild: picture alliance / dpa

Besonders in Frankfurt haben die Unwetter der vergangenen Nacht ihre Spuren hinterlassen. In Nied, Bockenheim und Sachsenhausen kam der Verkehr auf den Straßen teilweise zum Erliegen. Flüge mussten umgeleitet werden.

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          Heftige Unwetter haben in der Nacht zum Donnerstag in Hessen Straßen und Keller überflutet. Besonders betroffen war Frankfurt. Dort rückte die Feuerwehr im Laufe der Nacht knapp 100 Mal aus. Wie ein Sprecher berichtete, stand in Unterführungen und Kellern das Wasser teilweise einen halben Meter hoch. In Nordhessen setzten Blitze zwei Dachstühle in Brand.

          In den Frankfurter Stadtteilen Nied, Bockenheim und Sachsenhausen kam der Verkehr auf den Straßen teilweise zum Erliegen. In Bockenheim wurden Hauseinfahrten in der Nähe einer überlaufenen S-Bahn- Unterführung mit Sandsäcken gegen das Wasser abgesichert. In der Voltastraße stürzte ein Baum auf die Oberleitung der Straßenbahn. Mit Motorsägen wurde er zerkleinert und abtransportiert. Menschen wurden nicht verletzt.

          Flüge umgeleitet

          In Immenhausen in Nordhessen schlug während des Unwetters ein Blitz in ein Zweifamilienhaus ein, acht Menschen konnten sich vor den Flammen in Sicherheit bringen, wie die Polizei in Kassel berichtete. In Bad Emstal-Sand brannte ein Einfamilienhaus, auch dort verließen die Bewohner das Gebäude unbeschadet. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf insgesamt 100 000 Euro.

          Von der JP Morgan Corporate Challenge ebenso gezeichnet wie vom Unwetter zeigte sich der Frankfurter Opernplatz am späten Abend

          Am Frankfurter Flughafen mussten nach Angaben des Flughafenbetreibers Fraport 15 Flüge nach Stuttgart, Köln und Düsseldorf umgeleitet werden. Das Unwetter verhinderte auch, dass das Gepäck verladen werden konnte. „Wäre das Unwetter tagsüber gekommen, hätten wir ein Riesen-Chaos gehabt“, sagte ein Fraport-Sprecher. Der Deutsche Wetterdienst in Offenbach hatte schon am Nachmittag vor Unwettern gewarnt.

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