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Türkischer Moscheenverein : Antrag für Islamunterricht eingereicht

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Der Antrag, islamischen Religionsunterricht anbieten zu dürfen, sei ein erster Schritt, sagte der Ditib-Landesvorsitzende Fuat Kurt Bild: Michael Kretzer

Der türkische Moscheen-Verein Ditib will islamischen Religionsunterricht in Hessen anbieten. Einen entsprechenden Antrag hat die Ditib in Wiesbaden eingereicht - als erste große muslimische Organisation.

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          Der Dachverband der türkischen Moscheen Ditib will Partner der hessischen Landesregierung für islamischen Religionsunterricht werden. Als erste große muslimische Organisation reichte sie in Wiesbaden einen entsprechenden Antrag ein. Dies sei ein erster Schritt, sagte der Ditib-Landesvorsitzende Fuat Kurt.

          Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) sagte, der Antrag für einen konfessionsgebundenen Religionsunterricht werde genau geprüft. Es sei unklar, wie lange das dauern werde. Die Landesregierung müsse auch entscheiden, ob nicht zusätzlich zu einem bekenntnisorientierten Islamunterricht auch ein Fach Islamkunde eingeführt werde.

          Die Landesregierung hatte zuletzt eine Frist bis Februar gesetzt, um auf muslimischer Seite einen Partner für den konfessionsgebundenen Religionsunterricht zu finden. Ansonsten werde ein Schulfach Islamkunde eingeführt.

          Die Ditib

          Die Türkisch-Islamische Union Ditib zählt zu den größten islamischen Organisationen in Deutschland. Sie ist ein Dachverband der türkisch-islamischen Vereine und wurde 1984 gegründet. Die Ditib gilt als gemäßigt orthodox und stark von der staatlichen Religionsbehörde der Türkei beeinflusst. In ihr sind deutschlandweit etwa 900 Moscheenvereine mit mehr als 220.000 Mitgliedern organisiert. In Hessen vertritt der Landesverband nach eigenen Angaben etwa 12 000 eingetragene Mitglieder. Vorsitzender ist Fuat Kurt.

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