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Türkisch-Deutsche Gesundheitsstiftung : Moscheen-Projekt soll Integration fördern

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Macht sich mit seiner Türkisch-Deutschen Gesundheitsstiftung für mehr Integration stark: der Gießener Arzt Yasar Bilgin, Gründer der Stiftung Bild:

Ein Modellprojekt der Türkisch-Deutschen Gesundheitsstiftung Gießen soll dafür sorgen, dass sich Moscheen in Hessen mit ihren Nachbarn besser vernetzen. Es ist auf drei Jahre angelegt und wird vom Land gefördert.

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          Ein Modellprojekt soll dafür sorgen, dass sich Moscheen in Hessen mit ihren Nachbarn besser vernetzen. „Ich will, dass ein wechselseitiger Öffnungsprozess in Gang kommt, dass Vorurteile abgebaut werden, dass Moscheevertreter ins öffentliche Leben einbezogen werden“, sagte Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) in Gießen bei der Vorstellung des Projekts „Unsere Moschee in der Mitte unserer Stadt“.

          Es sei auch angesichts der Diskussion um radikal-islamistische Hassprediger wichtig, Ängste abzubauen. Das gelinge nur, wenn man sich besser kennenlerne. Und es sei wichtig, gemeinsam „Hasspredigern“ die Rote Karte zu zeigen. Die Stadt Frankfurt hatte am Dienstag einen geplanten Auftritt von Islamisten am Mittwochabend verboten.

          Land fördert Vorhaben mit rund 22.000 Euro

          Das auf drei Jahre angelegte Projekt der Türkisch-Deutschen Gesundheitsstiftung Gießen soll im Mai starten. Geplant ist, dass in sechs hessischen Regionen Moscheenvereine als Vermittler auftreten und sich etwa mit Sportclubs, Freiwilligen Feuerwehren und Schulen vernetzen oder auch Feste über die Religionsgrenzen hinweg organisieren. Das Land fördert das Vorhaben mit rund 22.000 Euro.

          „Wir wollen nicht, dass die Leute Angst vor uns haben“, sagte der Vorsitzende der Stiftung, Yasar Bilgin. Das Projekt solle zu einem friedlichen Miteinander beitragen. Moscheen seien nicht nur Gebetshäuser, sondern auch Treffpunkte. „Aufgrund der in Moscheen stattfindenden Meinungsbildungsprozesse und der Tatsache, dass sie Orte des Kennenlernens und Austauschs sind, dürfen wir nicht darauf verzichten, sie als Partner der Integration zu gewinnen“, sagte er.

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