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Trotz Abschiebe-Bemühungen : Terrorverdächtiger Haikel S. könnte freikommen

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Großrazzia: Im Februar stehen Polizisten vor der Bilal-Moschee in Frankfurt am Main. Bild: Maximilian von Lachner

Bereits Ende März sollte Haikel S. abgeschoben werden. Doch weil ihm in seiner Heimat die Todesstrafe droht, sitzt er noch immer in Untersuchungshaft. Nun prüft der Bundesgerichtshof den Fall.

          Der terrorverdächtige Tunesier Haikel S. könnte bald wieder auf freien Fuß kommen - trotz intensiver Bemühungen des Landes Hessen, ihn abzuschieben. Der Bundesgerichtshof überprüft derzeit die Gründe für die Untersuchungshaft des vor einem halben Jahr in Frankfurt Festgenommenen. Mit dem Ergebnis rechnen die Ermittler in den nächsten Wochen, wie der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt am Freitag mitteilte.

          Die Sicherheitsbehörden werfen dem 36 Jahre alten Mann vor, für die Terrormiliz IS in Deutschland einen Anschlag vorbereitet zu haben. „Herr S. gefährdet die freiheitlich demokratische Grundordnung und die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland“, sagte der Sprecher des hessischen Innenministeriums, Michael Schaich.

          „In Abstimmung mit der zuständigen Ausländerbehörde werden wir alle rechtlich und tatsächlich möglichen und zulässigen Schritte veranlassen, um den Aufenthalt dieser Person zu beenden“, kündigte Schaich an. Eine Abschiebung hatte das Verwaltungsgericht Frankfurt aber untersagt, weil dem Tunesier in seiner Heimat die Todesstrafe drohe. Der Mann steht auch in Tunesien unter Terrorverdacht.

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