https://www.faz.net/-gzg-15lv2

Steuersünder : Zahl der Selbstanzeigen seit Freitag verdreifacht

  • Aktualisiert am

Bisher sind hessenweit 330 Selbstanzeigen von Steuersündern gestellt worden Bild: APN

Immer mehr Steuersünder mit Geld im Ausland melden sich mit Selbstanzeigen bei den hessischen Finanzämtern. Bisher liegen laut Finanzministerium 330 derartige Anzeigen vor. Dabei gibt es ein deutliches Süd-Nord-Gefälle. Der Schwerpunkt liegt im Großraum Frankfurt.

          1 Min.

          Immer mehr Steuersünder mit Geld im Ausland melden sich mit Selbstanzeigen bei den hessischen Finanzämtern. Bisher seien 330 derartige Anzeigen gestellt worden, teilte das Finanzministerium in Wiesbaden mit. Ende vergangener Woche waren erst 113 solcher Vorgänge bekannt. Die Bürger reagieren damit offenbar auf die drohende Auswertung von gestohlenen Steuerdaten aus der Schweiz.

          Finanzminister Karlheinz Weimar (CDU) hob hervor, für Selbstanzeigen sei es noch nicht zu spät. Hinweisen auf den Datenträgern auf Steuersünder, die diesen Weg nicht wählten, werde Hessen mit aller Härte nachgehen.

          Schwerpunkt im Großraum Frankfurt

          Bei den Selbstanzeigen gibt es ein deutliches Süd-Nord-Gefälle. Allein in Hessens größter Stadt Frankfurt haben sich bisher 40 Steuersünder bei den Finanzämtern gemeldet. Im nahen Bad Homburg waren es 34, in Darmstadt 33 und in Hofheim am Taunus 25. In Nordhessen zeigten sich dagegen in den Städten und Kreisen nur vereinzelte Bürger selbst an.

          Am vergangenen Donnerstag hatten erst 113 solcher Anzeigen vorgelegen und am 5. Februar 27. Bei einer solchen Anzeige muss der Betroffene nur Steuern und Zinsen nachzahlen. Eine Strafe droht nicht - vorausgesetzt, der Fall ist den Behörden noch nicht bekannt.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Protest gegen den Bergbau: Eine Demonstrantin bei der Dem „New South Wales brennt, Syndey erstickt“ in Sydney.

          Kohleabbau in Australien : „Fast jeder Kumpel besitzt ein Boot“

          Das Hunter Valley ist das Ruhrgebiet Australiens. Hier leben die Menschen von der Kohle. Viele hat das „schwarze Gold“ reich gemacht. Doch auch sie spüren die Folgen des Klimawandels – und fragen sich, wie es weitergehen soll.
          Niederlage für Boris Johnson: Das House of Lords votiert für eine Anpassung seines Brexit-Gesetzes zum Bleiberecht für EU-Ausländer in Großbritannien.

          Anpassung des Brexit-Gesetzes : Johnson erleidet Schlappe im Oberhaus

          Das House of Lords will die rund 3,6 Millionen europäischen Ausländer in Großbritannien stärker schützen – und erteilt den Brexit-Plänen des Premiers in diesem Punkt eine Absage. Nun entscheidet das Unterhaus. Droht ein Ping-Pong-Prozess?

          F.A.Z. Podcast für Deutschland : Die neue deutsche Rolle im Libyen-Konflikt

          Kann es wirklich Frieden geben in Libyen? Der politische Herausgeber Berthold Kohler und Nahost-Korrespondent Christoph Ehrhardt sprechen darüber mit Moderator Andreas Krobok. Außerdem: Wikipedia-Gründer Jimmy Wales über Fakenews und Sportwissenschaftler Professor Daniel Memmert über immer jüngere Fußballstars.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.