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Polizeieinsatz : Junge Männer lassen Handschellen klicken

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Festgenommen: Als angebliche Zivilfahnder wurden fünf junge Männer letzte Nacht selbst festgenommen. (Symbolbild) Bild: dpa

Fünf junge Leute wollten „etwas Verrücktes tun und Aufsehen erregen“. Eine inszenierte Festnahme führte in Stadtallendorf dann zu einem echten Polizeieinsatz.

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          Mit einem Jux-Auftritt als angebliche Zivilfahnder haben fünf junge Männer in Stadtallendorf letzte Nacht einen echten Polizeieinsatz ausgelöst. Die 18 bis 21 Jahre alten Männer inszenierten in der Nähe einer noch geöffneten Cocktail-Bar eine Festnahme in „SEK-Manier“, berichtete ein Polizeisprecher am Montag. Zwei Mitglieder des Quintetts standen bei einem Fahrzeug, als die Möchtegern-Fahnder in einem Zivilfahrzeug mit Blaulicht heranbrausten, die Männer kontrollierten und die Handschellen klicken ließen. Die fünf wollten „etwas Verrücktes tun und Aufsehen erregen“.

          Schon kurz nach der angeblichen Festnahme gingen mehrere Anrufe bei der echten Polizei ein, hieß es. „Die Beamten hatten nun alle Hände voll zu tun um zu prüfen, ob es sich um einen Einsatz fremder Polizeieinheiten oder sogar um eine Entführung handelte“, hieß es. Zeugenhinweise auf das Kennzeichen des „Einsatzfahrzeuges“ führten schließlich auf die Spur des Quintetts.

          Nach der Ankündigung, der echte Polizeieinsatz und die verschiedenen begangenen Ordnungswidrigkeiten könnten ein saftiges Bußgeld zur Folge haben, verpuffte der Adrenalin-Kick der fünf jungen Männer recht schnell, hieß es. Es sei sogar „die eine oder andere Träne“ der reuigen Möchtegern-Polizisten geflossen.

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