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SPD-„Rebellin“ : Parteiverfahren gegen Tesch zieht sich hin - neuer Job

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Tritt am 1. Oktober ihre neue Stelle bei der Handwerkskammer Rhein-Main an: Silke Tesch Bild: AP

Das Parteiverfahren gegen die frühere SPD-Landtagsabgeordnete Silke Tesch wegen des geplatzten Machtwechsels in Hessen Ende 2008 zieht sich hin. Dessen ungeachtet tritt Tesch am 1. Oktober ihre neue Stelle bei der Handwerkskammer Rhein-Main an.

          Das Parteiverfahren gegen die frühere SPD-Landtagsabgeordnete Silke Tesch wegen des geplatzten Machtwechsels in Hessen Ende 2008 zieht sich hin. Er erwarte den Abschluss des Verfahrens Ende November, sagte der Geschäftsführer des SPD-Bezirks Hessen-Nord, Wilfried Böttner. Die Stellungnahmen aller Beteiligter lägen inzwischen vor, die Schiedskommission wolle sich demnächst treffen.

          Tesch hatte sich wie die Abgeordneten Jürgen Walter, Carmen Everts und Dagmar Metzger geweigert, die damalige SPD-Landesvorsitzende Andrea Ypsilanti zur Ministerin einer von der Linken tolerierten rot- grünen Minderheitsregierung zu wählen. Metzger hatte ihre Bedenken schon früh geäußert, Walter, Everts und Tesch erst einen Tag vor der geplanten Wahl Ypsilantis. Nach Parteiverfahren ruhen wesentliche Parteirechte des früheren SPD-Vize Walter für zwei Jahre, Everts und Tesch erhielten jeweils eine Rüge. Das wollte der SPD-Ortsverein Rauschenberg für Tesch nicht hinnehmen, weil ihm eine Rüge zu milde erschien. Das Parteiverfahren ging in eine zweite Runde.

          Koordinatorin für Handwerk und Schule

          Die berufliche Zukunft Teschs ist inzwischen geklärt: Die Handwerkskammer Rhein-Main beschäftigt von 1. Oktober an eine neue Koordinatorin für Handwerk und Schule. In Person von Silke Tesch hat die Kammer eine Frau gewonnen, die als Landtagsabgeordnete gegen den Linkskurs der früheren SPD-Landesvorsitzenden Andrea Ypsilanti von sich reden gemacht hat. Die 51 Jahre alte Tesch soll fortan die Ausbildungsreife von Jugendlichen fördern und sich besonders darum kümmern, die Berufsorientierung sowie den Übergang von der Schule zur Ausbildung zu verbessern, wie es in einer Mitteilung heißt. Mit diesem zunächst auf zwei Jahre angelegten Vorhaben zielt die Handwerkskammer eigenen Angaben zufolge auf junge Menschen „mit schlechten Startchancen“, Bewerber, die bisher nicht zum Zuge kamen, und Jugendliche mit ausländischen Wurzeln. Tesch war vor ihrer Zeit im Landtag im Handwerksbetrieb ihres Ehemannes tätig.

          Der Präsident der Handwerkskammer, Bernd Ehinger, sagte gestern auf Anfrage, die Personalangelegenheit habe keinerlei politischen Hintergrund. Die Stelle sei ausgeschrieben gewesen. Die Fachabteilung habe Tesch unter den Bewerbern für die geeignetste gehalten, der Personalrat habe der Anstellung zugestimmt.

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