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Prozess um zu Tode gequältes Kind : Lebenslänglich für Eltern der kleinen Siri

  • Aktualisiert am

Die zu lebenslanger Haft verurteilte Mutter des Kindes wird abgeführt Bild: dpa

Die Eltern der zu Tode gequälten kleinen Siri aus Wetzlar müssen lebenslang hinter Gitter. Das Landgericht Limburg verurteilte die 36 Jahre alte Frau und ihren ehemaligen Freund wegen Mordes. Auch stellte es die besondere Schwere der Schuld fest.

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          Die Eltern der zu Tode gequälten kleinen Siri aus dem mittelhessischen Wetzlar müssen lebenslang hinter Gitter. Das Landgericht Limburg verurteilte die 36 Jahre alte Kanadierin und ihren zwölf Jahre jüngeren ehemaligen Freund am Donnerstag wegen Mordes und stellte zudem die besondere Schwere der Schuld fest. Das Urteil entsprach den Forderungen der Staatsanwaltschaft.

          Damit können die Beiden nicht nach 15 Jahren aus dem Gefängnis entlassen werden. Die Eltern hatten ihre acht Monate alte Tochter in ihrer gemeinsamen Wohnung über mehrere Monate gequält und schwer misshandelt. Siri starb im Mai 2008 in der Wohnung ihrer Eltern an einer Hirnschwellung, nachdem ihr Schädel zertrümmert worden war. Am Abend vor seinem Tod soll das kleine Mädchen an den Füßen gepackt und mit Wucht gegen eine Wand oder auf den Boden geschleudert worden sein.

          Ein anonymer Hinweis auf einen Anschlag auf das Landgericht Limburg hatte das Urteil verzögert. Kurz vor dem geplanten Termin zur Verkündung des Urteils habe eine unbekannte Frau angerufen und erklärt, es sei mit einem Anschlag zu rechnen, sagte ein Gerichtssprecher.

          Siris Vater verbarg vor Gericht sein Gesicht

          Ein Bezug zu dem Prozess um den Kindesmord habe die Unbekannte nicht hergestellt. Das Gericht sei vorsorglich geräumt worden. Die Polizei durchsuchte das Gebäude mit einem Spürhund. Es sei aber nichts gefunden worden, sagte der Sprecher.

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